Warum ich Obama mag
Barack Obama (Wikipedia) ist bereits jetzt ein Mann für die Geschichtsbücher, egal, wie seine Amtszeit sich entwickeln wird und wie viele seiner Ziele er am Ende erreichen kann. Er hat – natürlich mit Hilfe seiner Anhänger und Wähler – diese Welt einen Schritt toleranter und besser gemacht, als erster “Schwarzer” im US-Präsidentenamt, als intensiver Nutzer neuer Kommunikationsformen für politische Entscheidungsprozesse sowie nicht zuletzt als Idolfigur eines liebevollen Vaters und modernen Ehemannes, für den die Gattin nicht Zierde sondern gleichberechtigter Partner ist.
“Genau!” sagen nun die gleichgesinnten Obama-Fans. “Wieder ein naiver, der auf die Propaganda reinfällt”, heißt es dagegen von den konservativen Obama-Kritikern. Doch was macht mich eigentlich so sicher in der Annahme, dass das Präsidentenpaar die Harmonie nicht bloß vortäuscht? Was wenn Barack in Wirklichkeit ein Arsch ist, der im Scheinwerferlicht lächelt und sich ansonsten von vorne bis hinten bedienen lässt? In diesem Fall möchte ich auf ein Foto im offiziellen Flickraccount des White House hinweisen.
Jeder kennt die mittlerweile Kult gewordene u.a. über Youtube verbreitete Szene, bei der der US-Präsident während eines TV-Interviews eine Fliege erschlägt (Link zum Youtube-Clip). Bei weitem nicht so bekannt ist das anscheinend danach entstandene Bild, bei dem er mit einem Taschentuch das tote Insekt aufhebt (Link zum unten verwendeten Bild bei Flickr).

Ich liebe symbolträchtige Bilder. Und aus diesem lässt sich unter anderem lesen, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika bei aller Verantwortung und allen Dingen, die sich in seinem Kopf bewegen, trotzdem instinktiv das Bedürfnis hat, sich in seinem mehrere tausend Dollar teuren Anzug für eine tote Fliege zu bücken. Ob er es aus Respekt vor dem Tier getan hat oder aus Respekt vor dem Personal im Weißen Haus oder automatisch, weil seine resolute Gattin ihm es so angewöhnt hat, ist für mich dabei zweitrangig.
Ich mag das Bild. Und ich mag Obama.




Schön beobachtet, ich mag Obama auch. Und das Bild ist niedlich.
Obama finde ich auch cool. Interessanter Artikel aus dieser Perspektive hab ich das noch gar nicht betrachtet… LG, Karoline