Vokabeln lernen mit AlBIS

Eine pfiffige Idee von den Philippinen. Die Plattform ALBIS erlaubt Vokabellernen in zurzeit 25 Sprachen (u.a. Englisch, Bosnisch, Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Griechisch, Spanisch, Französisch, Kroatisch, Italienisch, Niederländisch, Japanisch, Ungarisch, Chinesisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Serbisch, Finnisch, Schwedisch, Türkisch sowie das auf den Philippinen gesprochene Tagalog und Cebuano). Für 15 weitere Sprachen (u.a. Albanisch, Arabisch, Tschechisch, Farsi, Hebräisch, Isländisch, Koreanisch, Rumänisch, Slowenisch und Ukrainisch) werden gerade noch Übersetzungen erstellt, bzw. Übersetzer gesucht.Das Prinzip: Freiwillige übersetzen einen Grundwortschatz von ungefähr 1500 Wörtern aus einer der bereits im System befindlichen Sprachen in ihre eigene Muttersprache. Durch die Verwendung einer modularen Datenbanksoftware lassen sich so zumindestens theoretisch sofort aus jeder bereits übertragenen Sprache auch sämtliche fremden Vokabeln erlernen.
Nach der notwendigen aber schnellen und kostenlosen Registrierung wählt der Nutzer die zu lernende Sprache und einen Schwierigkeitsgrad. Das komplett online laufende Programm zeigt nun je nach Wunsch zuerst eine Auswahl von Wörtern oder beginnt sofort mit der Abfrage. Leuchtbalken verschaffen dem Übenden jederzeit einen Überblick darüber, auf welcher Lernstufe er sich befindet.
Was das Angebot nahezu perfekt machen würde, wäre noch eine z.B. für slawische Sprachen sehr nützliche Funktion, mit der sich Deklinationen und Konjugationen, also nicht nur ein Wort, sondern auch seine verschiedenen Formen lernen und üben lassen würden. Ebenso praktisch wäre die Möglichkeit, das gesamte Paket kostenlos auf den eigenen Rechner runterzuladen, um auch damit arbeiten zu können, wenn keine Flatrate verfügbar ist.
Doch auch in der jetzigen Form ist Albis für alle sprachlich interessierten Internet-Nutzer ein heißer Tipp. Das Programm ist ein leuchtendes Beispiel dafür, welche Ideen sich heutzutage bei sinnvoller Ausnutzung der Kapazitäten des Internets technisch und organisatorisch verwirklichen lassen. Eine schöne Vorstellung für die Sprachwissenschaft, das sich derartige – für den Nutzer bis auf Werbeeinblendungen kostenlose – Angebote erst noch am Anfang befinden.



