
Screenshot: Internet-Präsenz Wirtschaftswoche
Die Wirtschaftswoche hat auf ihrer Internetseite eine Info-Grafik zur aktuellen Situation des deutschen Zeitungsmarktes veröffentlicht. Das Ganze lässt sich als PDF-Datei kostenlos herunterladen. Schon die Überschrift macht eine negative Tendenz deutlich, die sich auch durch die Karte belegen lässt: Die Vielfalt auf dem Zeitungsmarkt ist im Schwinden begriffen, da immer weniger Medien von immer weniger Besitzern immer öfter (via Zentralredaktion, Korrespondenten-Sharing, Agentur oder Pressemitteilungen) die gleichen Inhalte veröffentlichen. Daumen hoch für die Redaktion der Wirtschaftswoche für diese Übersicht und für die Behandlung des Themas. Ich würde mir wünschen, dass auch andere Medien dies aufgreifen würden, nur leider würde dies für das eine oder andere Verlagshaus wohl bedeuten, auf die eigenen Unzulänglichkeiten hinzuweisen.
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Die regionale Tageszeitung 20cent (Homepage/Wikipedia-Eintrag) zeigt auf der hier abgebildeten Seite aus der Ausgabe vom Mittwoch, 4. Februar 2009, was man unter kreativem Layout verstehen und wie man eine Seite ansprechend ohne den Einsatz von Bildmaterial gestalten kann. Aber auch strukturell ist das Ganze sehr gut gelöst. Die Seite beschäftigt sich mit Medizintourismus, also der sonst eher trockenen und schwer zu verkaufenden Thematik der unterschiedlichen Gesetzeslagen in Deutschland und Polen. Im oberen Textkörper wird das Schicksal eines deutschen Pärchens beschrieben, das für eine künstliche Befruchtung nach Polen fährt, weil in Deutschland der Vorgang rechtlich beschränkt und um einiges teurer ist. Im unteren Textteil fährt ein polnisches Pärchen für eine Abtreibung nach Deutschland, weil es in Polen “keinen Arzt für den Eingriff gefunden hat”. Interessantes Thema, handwerklich sehr gut umgesetzt. Daumen hoch.

ZEIT Online hat kartografisch aufgezeigt, von wo in Deutschland die hundert “erfolgreichsten Internet-Tagebücher” geschrieben werden. Und nun mag man sich natürlich darüber Gedanken machen, ob die mittels Technorati gemessene höchste Verlinkung bei einem Blog das Prädikat “erfolgreich” rechtfertigt oder nicht. Auf jeden Fall finde ich die Karte ganz spannend und empfehle zur Literatur diesbezüglich auch den Rob und den Knüwer.
