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Diskussion zwischen Journalistenschülern und Blogger aus zwei Perspektiven

12. Dezember 2008 2 Kommentare

Die Diskussion um die Vor- und Nachteile des klassischen Journalismus gegenüber dem Medium Blog war und ist ein Dauerbrenner. Ich wünsche mir oft eine etwas differenziertere Herangehensweise der Diskutanten, nicht zuletzt weil es sich meiner Meinung nach bei "journalistischen Medien" um einen sehr eng und bei "Blogs" um einen sehr weit zu verstehenden Begriff handelt, so dass ein direkter Vergleich ohne weitere Einschränkungen unzulässig ist.

Ein Beispiel: In die Gruppe der Print-Medien fallen allerlei verschiedene Genres und Formen, aber niemand würde in einer Diskussion über die Qualität der Print-Medien von Ehrenamtlichen gefertigte Stadtteilzeitungen, Special-Interest-Publikationen wie "Mein Freund der Hund" und im Eigenverlag publizierte Gedichtsammlungen als Argument dafür heranziehen, dass alle Print-Produkte – also auch Tageszeitungen und politische Magazine – unprofessionell, für die breite Öffentlichkeit irrelevant oder trivial seien. Genau dies wird aber regelmäßig mit Blogs gemacht, obwohl es hier von Teenie-Tagebüchern und dem legendären Katzencontent bis hin zu Diskussionen auf Wissenschaftsblogs und Hintergrundberichterstattung von Politikjournalisten ein weiter Weg ist. Blogs sind hier in erster Linie keine Stilform (wobei Blogtexte als solche zukünftig sicherlich auch als eigene Gattung im Textsortensystem Einzug halten werden), sondern ein Medium mit einer ganzen Vielzahl von Ausprägungen. Und es wird noch viel Zeit vergehen, bevor diese Begrifflichkeiten auch in der Allgemeinheit Einzug gefunden haben.

Screenshots der im Text verlinkten Blogbeiträge
Screenshots der im Text verlinkten Blogbeiträge

Aktuelles Beispiel für diesen Prozess ist der gestern auf dem (nach den Initialen des Einrichtungsleiters benannten) JEP-Blog der Axel-Springer-Akademie erschienene Beitrag über eine Diskussion zwischen den Journalistenschülern und "dem Blogger Deutschlands " Robert Basic . Abgesehen davon, dass sich inhaltlich einige Fragen aufwerfen (z.B. "Auf seiner Website sammeln sich bis zu einer Million Menschen " = In welchem Zeitraum? Einzelne Besucher oder zählen auch Mehrfachbesuche von Stammlesern?) möchte ich gar nicht näher auf den Text eingehen, da ich auch den Hintergrund seiner Entstehung und den der Autorin nicht kenne.

Ich halte es aber für sehr ergiebig, ihn sich mal stilistisch und inhaltlich mit jenem Beitrag zu vergleichen, den Robert Basic über die Diskussion bereits vor etwa zwei Wochen direkt nach seinem Besuch gebloggt hat. Es handelt sich um den gleichen Abend, das gleiche Gespräch aber zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Und beide Perspektiven haben ihre Vor- und Nachteile, so dass ich mich am besten informiert fühle, wenn ich sie auch beide gelesen habe.

Kein Schmu – 1000 Euro für einen Blogbeitrag

8. Juni 2008 2 Kommentare

Wer zwischen 7 und 25 Jahre alt sowie journalistisch interessiert ist, kann mit bzw. für einen einzigen Blogbeitrag 1000 Euro erhalten. Kein Schmu! Wer es nicht glaubt: Unter www.medienwettbewerb.de finden sich alle wichtigen Informationen zum Jugend-Medienwettbewerb Überflieger. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2008.


Regelmäßig werden in Blogs herkömmliche Medien kritisiert oder zumindest kritisch beäugt. Hier gibt es nun – meines Wissens nach zum ersten Mal – die Möglichkeit, auf einer Augenhöhe mit klassischen Medienformen an einem Wettbewerb teilzunehmen. Zugelassen sind in Printmedien veröffentlichte Artikel genauso wie Beiträge in Blogs oder sogar auf Myspace-Seiten. Wichtig ist nicht das Medium, sondern die Qualität. Dabei sind auch weder Lobeshymnen noch Gefälligkeitsjournalismus gefragt. Ein handwerklich guter kritischer Beitrag hat wahrscheinlich sogar größere Chancen auf einen der vorderen Plätze, als ein kurzes Stück ala Ich-finde-alles-ja-so-wahnsinnig-toll.

Die Höhe der Preisgelder zeigt, wohin es geht: In den drei Kategorien Text, Audio und Video gibt es jeweils für die besten drei Beiträge 1000, 750 und 500 Euro zu gewinnen. Dazu hat der Fachbuchverlag UVK noch hundert Journalismus-Bücher zur Verfügung gestellt. Wer sich also ein bisschen Mühe gibt, hat ausgezeichnete Chancen, mindestens ein Buch zu gewinnen.

Das Thema ist nicht festgelegt – es sollte sich nur um etwas aus dem Bereich Modellflug handeln. Wenn jemand kreativ ist und einen eigenen Ansatz findet, umso besser. Zur Orientierung finden sich auf der dazugehörigen Webseite schon ein paar Rechercheideen für mögliche Themen, wie z.B. Modellflug & Sport, Modellflug & Technik, Modellflug & Jugend und Modellflug & Natur. Auf der Seite gibt es auch weitere Materialien, ein Blog mit Neuigkeiten, ein Forum sowie kostenlos zu verwendende Fotos.


Ich bin übrigens selbst bei der Organisation des Überfliegers beteiligt (wie auch Christoph und Jan vom Kuchenblog) und hoffe natürlich, dass möglichst viele bloggende Nachwuchsjournalisten sowie talentierte Blogger die Gelegenheit wahrnehmen, im Rahmen des Wettbewerbs zu zeigen, dass es im Jahr 2008 nicht mehr nur allein auf die Medienform sondern mehr noch auf inhaltliche Qualität ankommt. Wenn ihr das ebenfalls unterstützenswert findet, nehmt doch selbst mit einem Beitrag (wenn ihr im passenden Alter seit), weißt journalistisch interessierte Jugendliche darauf hin oder bloggt darüber.

Für Fragen und Anmerkungen zum Wettbewerb sind das Forum und die Kontaktdaten unter www.medienwettbewerb.de der richtige Ort.

Die Links der lieben Kommentatoren

5. Mai 2008 5 Kommentare

Mhmm. Bei manchen Kommentaren habe ich den Eindruck, dass es den Leuten mehr oder weniger nur darum geht, ihre eigene Seite zu promoten. Sollen sie gerne tun. Ich bin ja nicht nur Optimist sondern auch ausgesprochener Idealist. Deshalb denke ich, dass der Leser eines interessanten Kommentars auch die Möglichkeit haben soll, mehr über den Urheber zu erfahren und das am besten unkompliziert mit einem Klick auf die dazu verlinkte Internetseite. Wenn irgendjemand hier einen guten und produktiven Kommentar hinterlässt kann er von mir aus auch gerne auf seine Seite verlinken, egal ob es ein Blog, eine private Seite oder eine Seite ist, auf der der Kommentator sich über Anzeigen ein bisschen was dazu verdient.

Doch mittlerweile nehmen Ein-Satz-Kommentare etwas überhand, bei denen sogar mir der Inhalt zu sehr nach “Ich schreib hier bloß drei Worte, damit ich meinen Link platzieren kann” aussieht. Und da werde ich zukünftig einfach von Hand die Original-URL entfernen und gegen einen Link auf diesen Beitrag austauschen.

Somit gilt: Wer hier einen Link platzieren möchte, muss sich auch ein bisschen Mühe geben. ;-)

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