Spender für Leukämie-Patienten gesucht
Einer der bisher schönsten, weil sinnvollsten Beiträge auf diesem Blog behandelt die Möglichkeit, sich einen Organspendeausweis kostenlos aus dem Internet herunter zu laden. Robert Basic hatte das Thema bei sich dann ebenfalls aufgegriffen und in den bis heute 57 Kommentaren äußern sich auch mehrere Betroffene. Letztendlich haben einige Leute (inklusive mir) etwas über das Thema Organspende gelernt und tragen jetzt einen Ausweis mit sich herum. Man sieht also, dass Blogs – wenn auch in kleinem und bescheidenem Rahmen – tatsächlich etwas bewirken und unsere Welt ein bisschen besser machen können.
Nun habe ich eben auf dem Tagesschau-Blog von dem Schicksal des ARD-Journalisten Marcus Bornheim erfahren. Er hat Leukämie und sucht einen Spender. Dabei muss es nicht mal unbedingt eine Knochenmarkspende sein. Eventuell kann sogar eine einfache Blutspende reichen, aus der dann gesunde Stammzellen gewonnen und Marcus gegeben werden. Auf der Seite www.hilfe-fuer-marcus-bornheim.de finden sich genauere Informationen. Und auf der Seite der DKMS lassen sich Orte finden, an denen man sich jederzeit als Spender “Typisieren” lassen kann. Ebenfalls interessant ist in diesem Kontext übrigens die Lektüre der Seite www.remember-benny.de, die eine Kommentatorin auf dem Tagesschau-Blog verlinkt hat.
Schöne ist: wenn man sich einmal im Rahmen einer größeren Aktion in die Spender-Datenbank hat aufnehmen lassen, nützt das natürlich auch Erkrankten, die nicht so prominent sind und nicht so einen großen und effektiven Unterstützerkreis haben wie Marcus – übrigens Vater zweier kleiner Kinder.
Ich möchte hiermit auf die Aktion hinweisen, überlege noch, ob ich mich nicht auch selbst mal typisieren lasse. Mir Knochenmark entnehmen zu lassen, da bin ich ehrlich gesagt nicht zu bereit, aber wenn man bereits durch einfaches Blutspenden helfen kann, würde ich mich nicht zweimal bitten lassen. Problematisch kann es höchstens sein, wenn man sich – wie ich es überlege – für die Spende von Blut typisieren lässt und dann in die Situation kommt, als einziger von hunderttausend Menschen aus der Liste einem Erkrankten helfen zu können, den aber nur eine Knochenmark-Spende retten kann. Da muss ich noch etwas drüber nachdenken und “in mich gehen”, wie es so schön heißt.
Bis dahin bitte ich euch aber: Wenn ihr diese Zeilen lest, überlegt doch, ob ihr euch nicht selbst typisieren lassen wollt und wenn ihr eine Internetseite oder ein Blog habt, dann weist doch mal auf die Seite www.hilfe-fuer-marcus-bornheim.de hin. Es dauert euch nur 5 bis 10 Minuten, aber ihr tragt damit zu einer großen und sinnvollen Aktion bei.





Ich finde es sehr gut das Du dieses Thema zum Inhalt Deines Blogs gemacht hast.
Ich habe mich auch vor ein oder zwei Jahren typisieren lassen.
Was man eventuell noch erähnen sollte ist, dass jemand der nicht bereit ist selber zu Knochenmark oder Stammzellen (das läuft glaube ich über die “Blutgeschichte”) zu spenden auch helfen kann indem er einfach und trivial Geld spendet.
Eine Typisierung hat damals als ich das gemacht habe rund 50 € gekostet und wenn man zwar grundsätzlich bereit war zum Knochenmark bzw. Blutspenden, so konnte die Typisierung erst durchgeführt werden wenn ein “Geldspender” dem “Lebensspender” zugewiesen wurde.
Im Falle meiner Familie hat unser Vater die Kosten für die Typisierung übernommen, aber ich denke es gibt viele die auch “Lebensspender” werden wollen ohne die finanziellen Belastungen zu haben, daher kann jemand der nicht bereit ist zum eigentlichen Spenden auch sehr helfen indem er Geldspenden an die DKMS richtet damit diese dann mittellose “Lebensspender” typisieren kann, hat im Endeffekt den gleichen Erfolg, die Datenbank wächst um einen Spender an.
Liebe Grüße,
Torben.