Schwarz-Weiß-Denken beim Social Network Yaari
Eben trudelte mir folgende Mail in den Posteingang:
VORNAME NACHNAME wants you to join Yaari!
Is VORNAME your friend?
LINK1: Yes, VORNAME is my friend!
LINK2: No, VORNAME isn’t my friend.
Please respond or VORNAME may think you said no
![]()
Thanks,
The Yaari Team
Erste Frage: Yaari, was ist das überhaupt?
Antwort: Yaari is a social networking site created by Indian youth, for Indian youth. Our vision is to be India’s largest social networking site. With your input, we are creating a site that is fun, hip and unique. Come join us and help make Yaari number one! We welcome your feedback, so do tell us what you think: feedback@yaari.com
Also ich kenne mich ja wirklich nicht in Indien aus und weiß dementsprechend nicht, wie die sozialen Gepflogenheiten dort so sind, geschweige denn wie es im indischen Teil des Internets so zugeht. Aber – so wie ich es persönlich verstehe – wird in dieser Mail versucht mit plumpem psychologischem Druck Menschen zur Anmeldung bei einer Internetseite mit eindeutig (siehe die auf der Seite angegebene Rechtsform LLC) kommerziellen Hintergrundgedanken zu bewegen. Und so was mag ich gar nicht.
Wer für lau oder auch kommerziell einen Service anbietet kann diesen imho gerne offen und ehrlich im Netz kommunizieren und dann die Nutzer über Erfolg oder Misserfolg entscheiden lassen. Eine Schwarz-Weiß-Malerei wie im vorliegenden Beispiel im Stile von “Ist VORNAME nun Dein Freund oder nicht?” Und “Bitte entscheide Dich schnell, oder VORNAME denkt vielleicht, Du würdest nicht zustimmen”, finde ich gelinde gesagt “suboptimal”.
Ich werde diese Mail übrigens – abgesehen von dem vorliegenden Blogeintrag – ignorieren. Und um meine Beziehung zu VORNAME NACHNAME mache ich mir auch nicht allzuviel Sorgen, den der ist schon mein Freund auf Facebook.




Kürzlich las ich ein Buch über das Mobile Web. Darin hieß es, dass im Hinblick auf Benutzung des Internets mit mobilen Gerätschaften gerade Indien ein ganz großer Markt wäre. Dort sollen die Meisten mit einem Mobiltelefon ins Internet gehen und nicht mit dem Rechner. Ebenso in China.
Ich bezweifle allerdings, dass solche sozialen Dienste unbedingt auf dem Mobiltelefon sooo toll kommen.
Also ich habe eine solche mail heute auch bekommen. Ich habe ein Freund in Indien, dessen Name dort steht, der mich also eingeladen hat. Ich kann da nichts negatives dran erkennen. Natürlich werden die Seiten von den Betreibern für kommerzielle Zwecke genutzt. Nichts anderes als studivz und facebook. Nur für Inder.