Partnersuche in Osteuropa mit Generation Love
Lässt sich im Netz das private Glück finden? Nicht erst seit dem Film “E-Mail für Dich” mit Tom Hanks und Meg Ryan (1998) hat sich die digitale Kommunikation zur Findung, Vertiefung und Aufrechterhaltung von zwischenmenschlichen Kontakten etabliert. Eines der besten Rezepte für eine erfolgreiche Beziehung sind gemeinsame Interessen. Hier sind Internetpartner-Portale alleine deswegen schon sinnvoll, weil sich die angemeldeten Personen einfach und schnell nach partnerschaftlichen Wünschen und Vorstellungen sortieren lassen.
Die Online-Partnerbörse “Generation Love” hat sich auf die Suche vornehmlich weiblicher Partner aus dem osteuropäischen Raum spezialisiert und nutzt die digitale Kommunikation, um die teilweise erheblichen Entfernungen von Hunderten und Tausenden von Kilometern zu überbrücken. Aber Achtung: So viel Potential diese Suchmethode auch hat, so sorgfältig und vorsichtig sollte der Suchende bei seinen Aktivitäten sein, um die leider überall auftretenden Trittbrettfahrer und Betrüger auszuschließen. “Generation Love” wird seiner Verantwortung als Kontaktmittler hier insofern gerecht, als dass auf einer ausführlichen Infoseite über die diversen Betrugsmethoden berichtet wird – verbunden mit der Aufforderung an alle Teilnehmer, verdächtiges Verhalten der Kontakte umgehend zur Weiterverfolgung an die Administratoren zu melden.
Das System bietet unter anderem die Möglichkeit, die enthaltenen Profile auf Basis der jeweils veröffentlichten Fotos zu durchstöbern. Hier ein Screenshot der Fotogalerie mit Bildern von hauptsächlich russischen und ukrainischen Frauen:
Dass es sich bei dem Anbieter um eines der bekannteren Unternehmen der Branche handelt, lässt sich zum Beispiel aus einem aktuellen Fernsehbericht auf Vox schließen. Ebenfalls vom Engagement der Betreiber zeugt ein vor kurzem für das Projekt gestartetes Begleitblog. Die Anmeldung selbst und das Erstellen eines eigenen Profils, sowie das Betrachten der weiblichen Profile sind kostenlos. Gewisse Tätigkeiten wie das Öffnen eines zugesandten Briefes oder das Versenden eines Blumenstraußes an eine oder mehrere auserkorene Damen schlagen mit Credits zu Buche, die zuvor gekauft werden. Wer nur 2 Credits kauft, zahlt pro Credit 8 Euro. Wer gleich 100 Credits auf einmal kauft, halbiert die Kosten pro Credit auf 4 Euro, wobei dabei aber auch gleich eine Gesamtinvestition von 400 Euro anfallen würde.
Nach Unternehmensangaben finden sich im System Tausende von bebilderten Kontaktanzeigen. Die Veröffentlichung der Kontaktanzeigen der osteuropäischen Frauen soll nur durch lizenzierte lokale Partneragenturen in der Ukraine, Russland und Weißrussland geschehen. Diese Agenturen bieten auch Hilfe bei der in vielen Fällen nicht immer leichten Verständigung an, wenn z.B. der Herr kein Russisch und die Dame weder Deutsch noch Englisch spricht. Die über das System gesandten Nachrichten werden in beide Richtungen übersetzt – wobei der Dienst für die Frauen kostenlos ist und für die männlichen Interessenten mit jeweils einem Credit zu Buche schlägt. Hat ein Mann fünf Briefe von einer Frau erhalten, darf er ihr nach den Regeln des Generation-Love-Systems seine Kontaktdaten zukommen lassen, um gegebenenfalls auch außerhalb des Netzwerks zu kommunizieren. Oftmals besitzen die Frauen keinen eigenen Computer oder Internetanschluss. Deswegen benachrichtigen die Agenturen sie bei eingehenden Briefen und helfen mit der Erstellung von repräsentativem Bild- und Videomaterial, das sich ebenfalls über das Portal betrachten lässt.
Mehrfach wird betont, dass sich das Angebot vor allem an Interessenten für lange und erfüllte Beziehungen richtet, die letztendlich nach erfolgreicher Kontaktanbahnung über die Computernachrichten auch die Möglichkeit haben, ihre zukünftigen potentiellen Partnerinnen mit Unterstützung der lokalen Partneragenturen an ihrem Heimatort in Osteuropa kennenzulernen.





