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Dokumentation über russische Journalistin Jelena Kostjuschenko

23. Februar 2008 2 Kommentare

Eigentlich soll die halbstündige Dokumentation “Diese Lust sich zu verbeugen” über die junge russische Journalistin Jelena Kostjuschenko erst am kommenden Montagabend bei 3sat laufen, doch der interessante Beitrag über die Pressefreiheit in Russland lässt sich bereits jetzt in der Mediathek des Senders ansehen.

Zitat der Selbstbeschreibung: ZDF-Korrespondentin Britta Hilpert hat die junge Journalistin Jelena Kostjuschenko ein halbes Jahr lang begleitet: auf dem “Marsch der Nichteinverstandenen” im April 2007, wo Jelena, wie Dutzende anderer Journalisten, ohne Rücksicht auf ihr in der Verfassung verbrieftes Recht auf freie Berichterstattung, von den “Ordnungskräften” verhaftet wird. In der Provinz, im tausendjährigen Jaroslawl, wo die Regionalpresse sich beugt. In der Universität, wo junge Journalisten das Berufsethos mit der russischen Berufswirklichkeit in Einklang zu bringen versuchen. Und schließlich am Tag der Duma-Wahl, an dem Jelena hilflos zusehen muss, wie die Stimmen manipuliert werden, um Putins Macht im Land für lange Zeit zu zementieren.

Danke an Daniel für den Tipp.

Die Dokumentation wird übrigens im Rahmen der 3sat-Themenwoche “Russland unzensiert” gezeigt, deren andere Beiträge ebenfalls empfehlenswert zu sein scheinen.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf die Jahrestagung des Netzwerks Recherche 2007 aufmerksam machen, die sich intensiv mit der Pressefreiheit in Russland beschäftigte sowie auf die dazugehörige, frei herunterzuladende Dokumentation.



Stipendien für Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa

22. Februar 2008 Keine Kommentare

Ich habe soeben eine Stipendien-Ausschreibung erhalten, auf die ich gerne hinweisen möchte:

“Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa” 2008/09

Die Robert-Bosch-Stiftung vergibt ab 1. Oktober 2008 zwölf Stipendien an Kulturmanager (m/w) aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa für eine dreizehnmonatige Qualifizierung im Kulturmanagement in Deutschland.

Die Stipendiaten präsentieren in innovativen Projekten die kulturelle Vielfalt der Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas und insbesondere die junge Kunst- und Kulturszene ihres Landes in Deutschland. Sie sind deutschlandweit in Gastinstitutionen (mit Ausnahme von Berlin) tätig, die Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Kunst und Kultur haben und ihre Kontakte nach Mittel-, Ost- und Südosteuropa vertiefen wollen. Fester Bestandteil des Programms sind Fortbildungen zu Projektplanung, Mitteleinwerbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Verhandlungsführung.

Profil der Bewerber
- Projekt- oder Berufserfahrung im Kulturmanagement
- Lebensmittelpunkt in Mittel-, Ost- und Südosteuropa
- Kontakte zur jungen Kunst- und Kulturszene des Heimatlandes
- Gute Deutschkenntnisse
- Hochschulabschluss
- Überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und Selbständigkeit

Leistungen
- Monatliches Stipendium in Höhe von 1.000 Euro
- Reisekosten nach Deutschland und zu den Fortbildungen
- Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung
- Weitere Zuschüsse während des Stipendiums und für einen beruflichen Wiedereinstieg im Heimatland
- Einführungsseminar im Oktober 2008, regelmäßige Fortbildungen
- Vernetzung mit weiteren Programmen der Robert-Bosch-Stiftung und anderen Akteuren der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

Eine Online-Bewerbung ist bis zum 31. März 2008 ausschließlich über www.moe-kulturmanager.de möglich.

Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa
Programmleitung: Darius Polok, MitOst e.V.
Schillerstraße 57, D-10627 Berlin
Telefon: +49 – (0)30 – 31 51 74 87
E-Mail: info@moe-kulturmanager.de



Bequem anonym surfen mit Anonymouse.org

21. Februar 2008 17 Kommentare

Gestern bin ich durch Zufall auf den Dienst Anonymouse.org aufmerksam geworden. Dieses von einem eigenen Verein betriebene Portal ermöglicht es Jedermann, Internetseiten zu öffnen, ohne dabei seinen obligatorischen digitalen Fingerabdruck zu hinterlassen. Das Ganze ist kostenlos und muss nicht installiert werden, sondern lässt sich durch Eingabe der gewünschten URL auf Anonymouse.org verwenden.

Zur Funktionsweise steht im FAQ:

Anstatt dass Dein Computer die Daten direkt an den Empfänger (Web-, News- oder E-Mail-Server) sendet, werden diese an den Anonymouse-Server gesendet. Der Anonymouse-Server anonymisiert die gesendeten Daten und sendet diese erst dann an den eigentlichen Empfänger weiter. Eine eventuelle Antwort (Web-Server) des Empfängers wird über den Anonymouse-Server zurück an Dich gesendet.

Ich hatte schon Mal mit Tor experimentiert, nur leider hat der Aufruf der Seiten so lange gedauert, dass ich irgendwann die Geduld verloren hatte. Anonymouse.org scheint mir etwas praxistauglicher zu sein, nicht zuletzt weil der Nutzer keine Zusatzprogramme auf seinem Rechner installieren und einstellen muss. Ein erster spontaner Test mit ein paar von mir regelmäßig genutzten Seiten hat mich überzeugt. Einige Plugins und Videos funktionieren zwar nicht, aber das lässt sich in meinen Augen verschmerzen.

Übrigens kann man sich für eine Jahresgebühr von 30,- Euro als Fördermitglied anmelden und so nach Aussage des Dienstes schnellere “VIP-Server” nutzen.

Wer sich noch fragt, wozu Datenschutz notwendig ist: Klick



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