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Live-Bloggen vom Barcampmd in Jena

9. Februar 2008 2 Kommentare

Bin dieses Wochenende auf dem Barcamp Mitteldeutschland in Jena und möchte das Ganze live etwas begleiten.

10:30 Uhr – Die Begrüßung geht los. Laut Tobias von Intershop handelt es sich um das erste Barcamp in Ostdeutschland.

10:32 Uhr – Tobias sagt, dass es auf dem Barcamp kein Mittagessen geben wird. Dies sei aber auch gar nicht so schlimm, denn: “Die ganze Stadt ist ein Imbiss.”

10:38 Uhr – Vorstellungsrunde. Alle Anwesenden stehen auf, sagen ihren Namen und drei Stichworte (Tags). So konnten sich innerhalb von 10 Minuten etwa hundert Leute vorstellen.

10:46 Uhr – Glaube, dass außer mir fast kaum jemand hier ohne direkten beruflichen Bezug teilnimmt. Gefühlte 90 Prozent der Anwesenden nennen in ihren Stichworten flotte zwo-nullige Firmen- bzw. Projektnamen.

11:22 Uhr – Versuche gerade, ein paar Fotos hochzustellen, aber das W-LAN bricht immer ab. :-(

11:31 Uhr -So, hier ein Blick auf den morgendlichen Jenenser Himmel aus dem Badezimmerfenster der Studenten-WG in der ich dankenswerter Weise Unterschlupf finden konnte.

11:46 Uhr -Hier die entgegengesetzte Perspektive aus dem 27. Stock des Intershop-Towers, dem Veranstaltungsort des Barcamps.

11:58 Uhr – Das W-LAN bricht alle paar Minuten die Verbindung ab. Wenn das so bleibt, wird sich mein Live-Bloggen in Grenzen halten, außer ich schreibe offline und stelle dann regelmäßig die neuen Einträge im Block hoch.

12:03 Uhr – Juhuu. Sven hat mich eben auf ein paar altertümliche Anschlüsse aufmerksam gemacht, mit denen man via Kabel ins Netz gehen kann.

12:04 Uhr – Ein paar Worte zum Programm. Die drei ersten Sessions beschäftigen sich mit “Wissensmanagement im Web 2.0 am Beispiel von Personallösungen”, “Recht 2.0″ und “Retrotechnik”.

Im zweiten Sessionblock ab 13:30 Uhr wird sich Oliver Gassner von ein paar Leuten öffentlich sein neues MacBook erklären lassen. Parallel geht es dann erneut um “Persönliches Wissensmanagement im Web 2.0″ und um den “SEO FAQ”. Dann hängt da noch ein Zettel mit der vielsagenden Abkürzung “WCF” und wir stehen gerade hier und rätseln, worum es sich handelt.

Ab 14:15 Uhr erläutert der Gründer von “Preisbock.de” seine eigenen Perspektiven in Deutschland. Außerdem kann man sich über “Team-Collaboration im Web 2.0 mit dem Focus auf Social Bookmarking”, “Große Webblog-Projekte”,” Mobile Web 2.0″ und “Twitter” informieren.

Der fünfte Session-Block beginnt um 15:30 Uhr und beinhaltet Einheiten zu “Rechte- und Pflichten im Web: Abmahnungen”, “Useranalyse für Blogger”, “Wie teste ich mein Webangebot für viele Besucher?”, “Widget-Programmierung für Facebook” und “Vorstellung des Dienstes newskraft.de”.

Ab 16:15 Uhr klingt es dann locker aus mit den Themen “Social Project Management”, einer “Vorstellung des Live-Broadcasting-Dienstes Mogulus”, “Geschäftsmodelle Digitale Güter” und einer Einführung in “Wikipatterns”.

Soviel zu den Themen, die in mehr oder weniger leserlicher Handschrift auf der Sessionplanungswand zu entdecken sind.

12:16 Uhr – Das Camp befindet sich hier im 27. Stock des Intershop-Towers. Die Sessions verteilen sich auf fünf Räume mit Namen wie “Hamburg”, San Francisco” und “Hong Kong”. Es gibt eine Auswahl an elf verschiedenen Obstsäften von den Saftblog-Betreibern, kleine Probierdosen von mymuesli.com und Kugelschreiber u.a. von Intershop und O`Reilly.

Ich werde mich gleich mal abmelden und den leckeren Döner testen, an dem ich gestern vorbeigelaufen bin.

13:30 Uhr – Dirk Röhrborns (www.humannetworkcompetence.de und www.communardo.de) hält Ausführungen zum Thema “Persönliches Wissensmanagement im Web 2.0″.

13:31 Uhr – Der Döner war übrigens sehr lecker. ;-)

14:15 Uhr – Christian Dunse (ebenfalls www.communardo.de) spricht über “Team Collaboration im Web 2.0″.

15:30 Uhr – Sven und ein Bekannter von juicywalls.com sprechen über die Möglichkeiten von Widgets in und außerhalb von Facebook.

15:47 Uhr – Großes Kino. Während sein Bekannter über das Tapetengeschäft spricht, hat Sven eben im Hintergrund mit dem Juicywalls-Widget von gespielt und nun wohl versehentlich eine große Fisch-Tapete für mehrere hundert Euro bestellt. ;-)

15:56 Uhr – Meine Eindruck, dass hier der Anteil der technisch und wirtschaftlich orientierten Teilnehmer gegenüber den “richtigen” Bloggern deutlich überwiegt, wird bestätigt. So gibt es bis jetzt kaum Einträge. Positiv hervor stechen Stefan und Sven (ja, der schon wieder).

15:58 Uhr – Achtung, es wurde gerade inhaltlich! Sven hat Seiten genannt, mit denen sich online Widgets erstellen lassen und zwar widgetbox.com, sproutbuilder.com und clearspring.com (Blog).

16:13 Uhr – Ein Teilnehmer fragt nach der Technik hinter den Widgets. Antwort von Referent Sven: “Ich habe verdammt noch mal keine Ahnung.” ;-)

16:15 Uhr – So, nun schnell Laptop abklemmen und in den nächsten Raum zur nächsten Session düsen…

17:30 Uhr – Anscheinend stellt WordPress den Status dieses Eintrages nach jeder Aktualisierung automatisch wieder auf “private”. Blöd.

17:30 Uhr – Habe eben eine der bisher besten und informativsten Sessions meiner noch jungen Barcamp-Karriere miterlebt. Der Referent Stefan Peter Roos beschäftige sich mit “digitalen Gütern” und den Möglichkeiten, mit ihnen Geld zu verdienen. Habe in diesem Zusammenhang auch das erste Mal den Begriff der “Netzwerkgüter” gehört. Dabei handelt es sich um Güter, deren Wert gemeinsam mit der Größe des für ihre Funktionalität relevanten Netzwerkes steigt. So ist beispielsweise der Nutzen eines Telefones um so höher, um so mehr andere Personen ebenfalls eines besitzen. Genau das gleiche lässt sich auch bei geschlossenen Netzwerken wie XING oder StudiVZ betrachten. Mit jedem dort zusätzlich registrierten Bekannten, Kollegen und potentiellen Geschäftspartner steigt für mich als Nutzer die Attraktivität, dort ebenfalls zu partizipieren und gegebenenfalls auch Mitgliedsgebühren zu zahlen. In den Ausführungen von Roos steckten noch eine ganze Menge mehr an interessanten Gedanken und Ideen. Er hat angekündigt, auf seinem Blog nochmal darauf einzugehen. Sicher wird er dort auch auf den zitierten Originalbeitrag eines englischsprachigen Bloggers verweisen, dessen Thesen uns in weiten Teilen als Diskussionsgrundlage dienten.

17:38 Uhr -Ich selbst werde mich jetzt demnächst den Abendaktivitäten widmen. Dazu gehören die abendliche Nahrungsmittelaufnahme und ein anschließender Besuch der Barcamp-Party im Theatercafe.


Zur Fortsetzung am Sonntag geht es hier.



Intelligente Menschen

28. Januar 2008 2 Kommentare

Bei einer Wordcamp-Session am Sonntag (Ich glaube, es war diejenige zur Erstellung eines WordPress-Magazins) hat ein Teilnehmer einen trockenen aber originellen Kommentar gebracht, über den sich gut nachdenken lässt:

“Intelligente Menschen lassen sich am leichtesten beeinflussen.”



Live-Blogging vom Wordcamp 08 – Teil 2

27. Januar 2008 2 Kommentare

Moin aus Hamburg zum zweiten Tag des Wordcamp 08 (Was ist das Wordcamp 08? | Was ist ein Barcamp?). Nach dem Eintrag zum gestrigen Tag werde ich heute noch ein bisschen weiterbloggen insofern das W-LAN und der Akku mitmachen.

Sonntag, 13:38 Uhr – Gerade sprechen wir unter Anleitung von Robert Basic und einem Vertreter von Wikio über eine mögliche bessere Vernetzung der internationalen Blogosphäre.

13:47 Uhr – Warum lassen sich internationale Blogger so schlecht vernetzen? These: It’s all about trust.

Nachtrag: Nach der zuletzt oben angesprochenen Session beschäftigte sich Cem Basmann noch mit dem Gedanken, ein Online-Magazin zum Thema WordPress mit ein paar Freiwilligen auf die Beine zu stellen. Danach war Abbauen angesagt. Einige der Teilnehmer kehrten später noch in eine Lounge im Stilwerk-Erdgeschoss ein, in der kostenlos Tee getrunken werden kann. Tja, dann war alles plötzlich ganz schnell vorbei. Bin ziemlich müde, möchte aber doch noch ein paar Sätze zur Veranstaltung schreiben.

Für mich war das Camp eine spannende Erfahrung. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Organisatoren. Die Location und die Verpflegung waren erstklassig. Auch das Rahmenprogramm mit Bloglesung, Buffett und Musikunterhaltung hat sehr gut gepasst.

Etwas woran ich mich bis jetzt noch nicht wirklich gewöhnen konnte, ist die dynamische Struktur der einzelnen Sessions, was aber nicht mit den Organisatoren sondern eher mit dem generellen Konzept eines Barcamps zu tun hat. Mal schauen, wie es mir damit in zwei Wochen in Jena gehen wird, wo ich das Barcamp Mitteldeutschland zu besuchen gedenke.

Eindeutiges Highlight des Wochenendes waren für mich zweifellos die persönlichen Gespräche mit den anderen Teilnehmern. Da waren gleich mehrere interessante, engagierte und aufgeschlossene Gestalten dabei, mit denen es wirklich Spaß macht, sich zu unterhalten und Ideen auszutauschen.



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