Anmerkung

April 28th, 2007 Joachim No comments

Lieber Leser,

wenn Du von mir diesen Link per Mail erhalten hast, bedeutet es, dass eine Deiner letzten Mails an mich Spam gewesen ist oder Deine Adresse in einer an mich adressierten Spam-Mail enthalten war. Ich bin glücklich und stolz, viele Menschen in meinem Bekanntenkreis zu haben, die besonders gutwillig, interessiert und sozial engagiert sind. Sie sind es meist auch, die eine Petition zur Rettung des Regenwaldes oder Informationen über verschenkte Nokia-Handies weiterleiten. Auch ich habe dergleichen schon getan, im besten Glauben, damit dem Empfänger etwas Gutes zu tun. Doch irgendwann habe ich gelernt, grundsätzlich misstrauisch zu sein. Laut einer Broschüre des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik von 2005 wird der Anteil von Spam am gesamten Mailverkehr auf zwischen 60 und 90 Prozent geschätzt. Im betreffenden deutschen Wikipedia-Artikel ist bereits für 2004 von weltweit verursachten Zusatzkosten in Höhe von 25 Milliarden Euro die Rede. Spam verschicken ist also kein Kavaliersdelikt. Es verursacht einen enormen finanziellen Schaden, raubt technische Ressourcen und stielt wertvolle Zeit.

Was lässt sich aber ändern? Wo ist zu erfahren, welche Ausschreibungen und per E-Mail verbreiteten Anliegen echt sind und welche nicht? Ganz einfach: Alle Mails, die nicht komplett von einem direkten Bekannten von Dir verfasst worden sind und bei denen zu etwas aufgerufen wird, etwas verschenkt werden soll oder auf etwas hingewiesen, oder vor etwas gewarnt wird, verdienen es, zukünftig von Dir wenigstens kurz auf dieser höchst empfehlenswerten Internetseite der TU Berlin überprüft zu werden.

Und solltest Mails an mehrere Empfänger gleichzeitig weiterleiten oder versenden, bitte ich Dich, am besten Deine eigene E-Mail-Adresse als Adressat und alle anderen als Blind-Copy-Empfänger einzutragen. So erhalte ich nicht die Mail-Adressen der anderen und sie mich auch nicht meine. Ebenso bitte ich Dich im Text der Mail selber alle eventuellen E-Mail-Adressen von vorigen Empfängern rauszulöschen. Dies hat den Grund, dass sonst früher oder später immer eine der Mails mit den Angaben über die ganzen vorherigen Empfänger in die Hände von Datensammlern gerät, die sie anschließend zum Ziel von noch mehr Spam machen.

Ich möchte Dich bitten, diesen Text so zu verstehen, wie er gemeint ist, nämlich als freundlichen Hinweis und kleiner idealistischer Versuch meinerseits. Sollte auch nur ein Leser nach Lektüre dieses Textes zukünftig bewusster mit seinen E-Mails umgehen, hätte ich bereits etwas erreicht.

Herzlicher Gruß und Vielen Dank sagt

der Journalist und Optimist

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Christus-Passion

April 28th, 2007 Joachim No comments

Eine sehr schöne Verbindung zwischen Kunst und Internet ist hier zu entdecken. Eine ganze Gruppe um Fotograf Agostino Temporelli hat das Fresko “Christus-Passion” (La parete gaudenziana) in der Kirche Santa maria delle Grazie im italienischen Varallo n Varallo digitalisiert und im Netz zugänglich gemacht. Schöpfer des im Original zehn Meter breiten Kunstwerks von 1513 ist Gaudenzio Ferrari.

Nach weiteren Informationen hat es beim Shooting am 30. Januar vergangenen Jahres 13 Stunden gedauert, um insgesamt 1145 Bilder mit einer Auflösung von jeweils 12,2 Megapixel anzufertigen. Diese sind später in einer dreimonatigen Puzzle-Arbeit zu einem Gesamtbild von 50 Gigabyte Größe zusammengesetzt worden und ergeben eine Auflösung von 8,6 Gigapixel (96.679 x 89.000 Pixel).

Dank Flash-Software lässt sich (entsprechender Rechner und DSL-Verbindung vorausgesetzt) jeder Pinselstrich des Werkes betrachten. Zusätzlich sind die einzeln Szene und Personen sowie die dazugehörigen Stellen des Bildes über eine Liste recherchierbar. Mit dieser Hilfe eröffnet sich auch Kunstlaien ohne tiefere Hintergrundkenntnisse schnell die Faszination für das Werk. Für die passende Atmosphäre sorgt im Hintergrund das Lacrimosa aus dem Requiem von Mozart.

Bin ich ein Idealist, wenn ich es für erstrebenswert halte, sämtliche wichtigen Kunstwerke auf diese Weise zu digitalisieren und weltweit zugänglich zu machen?

[Dieser Beitrag erschien erstmals am 25. Dezember 2006 auf der Vorgängerversion dieses Blogs]

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Rasenmähermann

April 28th, 2007 Joachim No comments


Gesehen in Sarajevo, Bosnien

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