Kangaroo
Hat sich eigentlich noch jemand außer mir gefragt, warum bei Google heute [Dieser Beitrag erschien erstmals am 25. Dezember 2006 auf der Vorgängerversion dieses Blogs] Kängurus im Logo zu sehen sind? Eine Übersicht der sogenannten Doodles gibt es hier. Ein Porträt desjenigen, der für die Logos zuständig ist, gibt es hier. Die Suche nach der Verbindung zwischen Weihnachten und Kängurus kam zu keinem eindeutigen Ergebnis. Vielleicht gibt es ja auch gar keinen tieferen Sinn, denn wie hier ersichtlich, sind im letzten Jahr anstelle von Känguruhs eine Maus und eine Katze für die Feiertage zuständig gewesen, was ja nun auch nicht unbedingt eine soooo große Nähe zur christlichen Weihnachtsgeschichte aufweist. Mhmmm.
Allerdings stieß ich noch auf einen weiteren merkwürdigen Punkt auf der offiziellen Google-Homepage. Verbunden mit dem Hinweis die speziellen Logos nicht an anderen Orten zu verwenden folgt die Warnung:
“And please, don’t feed the kangaroo”.
Zuerst dachte ich, es würde sich um eine im englischsprachigen Raum oder wenigstens im Netz geläufige Phrase handeln, die ich einfach noch nicht mitbekommen habe. Doch eine weitere Suche ergab, dass ich mit meiner Unwissenheit nicht alleine war. In einer Google-Group ist die Frage schon 2004 gestellt, leider aber bis heute nicht beantwortet worden. In dieser amerikanischen Liste gibt es 2005 mehrere Theorien und auf dieser Deutschen Quelle werden 2003 zur Übersetzung “Schweine” herangezogen.
Hier also fünf Theorien für die Herkunft des Spruches “Don`t feed the kangaroo”.
- Es handelt sich um einen Insider-Witz der Google-Mitarbeiter ohne jeden Hintergedanken.
- Es handelt sich um einen Insider-Witz der Google-Mitarbeiter, der sich auf jene Kängurus bezieht, die schon 2000 anlässlisch der Sommer-Olympiade in Sydney auf Google ihre Premiere feierten.
- Es handelt sich um einen Insider-Witz der Google-Mitarbeiter, der darauf basiert, dass vor ein paar Jahren unter dem Titel “Don`t feed the kangaroo” ein Bild im Netz kursierte, auf dem … naja…

- Es handelt sich um den Versuch, eine Metapher zu verbreiten, bei der Google als große Firma mit einem Känguru in Verbindung gebracht wird, dass sehr schnell agressiv reagieren kann, wenn man sich beim Umgang mit ihm falsch verhält. (Also entgegen der Warnung die falschen Logos nutzt, um auf Google zu verlinken.)
- Es handelt sich um einen Trick der Google-Mitarbeiter, weil diese Phrase im Netz zuvor nicht existierte und sich so viel schneller Seiten ausfindig machen lassen, die sowohl die Phrase als auch unerlaubter Weise die speziellen Google-Logos kopieren.
Laufstrecke

Bisweilen werden in Deutschland ja lieber zwei Schilder zu viel aufgestellt, als eines zu wenig. Und zuvor werden komplexe psychologische Überlegungen angestellt, wie sich die jeweiligen Informationen am besten und verständlichsten übermitteln lassen. So fehlt in der Regel nichts auäer vielleicht dem Hinweis: “Dies ist ein Schild”.
Vor diesem Hintergrund fand ich es bemerkenswert, welche Schilder heute die Hamburger Straßen schmückten. Denn wer nicht die Medien verfolgt oder Klönschnack mit den Nachbarn am Gartenzaun hält, wird zumindestens nicht aus den Schildern lernen, dass es bei der ganzen Sache um die Laufstrecke für den Hamburg-Marathon geht. Eigentlich hätten die da ruhig einen kleinen Aufkleber draufpacken können, oder? Doch wahrscheinlich wurde hier die Detailgenauigkeit zu Gunsten von finanziellen Aspekten in den Hintergrund gestellt. Denn wenn sich kein Logoaufkleber auf dem Schild befindet, lässt es sich ja problemloser und damit günstiger bei weiteren Veranstaltungen verwenden. (Wobei dann ja sowieso das Datum geändert werden müsste.)

