Websquash
Ich habe mich in einer spontanen Aktion über einen Service von mypagerank.net (nette Seite mit einer Sonnenblume als Favicon) kostenlos bei zehn Suchdiensten angemeldet. Hat auch gut geklappt, wobei ich nicht wirklich viel Traffic davon erwartete. War aber kostenlos und hat eine Minute gedauert. Was ich nun daraus gelernt habe, ist was für ein nervtötendes Selbstmarketing manche Firmen auf ein vermeintlich kostenloses Angebot folgen lassen.
Die Rede ist von einem Dienst namens www.websquash.com. Die haben es geschafft, mir seit jener Anmeldung fast alle anderthalb Tage eine Mail zu schreiben. Die erste war ja vollkommen Ordnung und bestätigte, dass meine Anmeldung eingegangen sei und ich eventuell irgendwann indiziert werden würde. Ganz klein stand dabei, dass ich aber mit Garantie sofort indiziert werden würde, wenn ich das entsprechende, kommerzielle Angebot von Websquash (etwas um die 8,- US-Dollar) nutzen würde. Die zweite Mail war ähnlich. Eventuell würden ich in den nächsten Tagen indiziert, doch falls ich auf Nummer sicher gehen wollen, gebe es da ja noch so eine kommerzielle Möglichkeit… Tja und wieder zwei Tage später folgte die dritte Mail, in der es hieß, ich sei sozusagen in der Indizierungs-Warteliste, aber es gebe da ja auch noch eine eine weitere Möglichkeit …. Da dachte ich nur: Mensch Jungs, in der Zeit, in der ihr mir drei Mal eine Mail schreibt, könnt ihr ja auch einfach einmal euren Indizierungsroboter bei mir vorbeischicken. Ich war ja guter Hoffnung, dass irgendwann Ruhe im Karton sein würde. Für einen Tag. Seitdem habe ich bereits wieder zwei Mal eine freundliche Information von Websquash erhalten. Tolle Angebote. So könne ich meine Seite für knapp 111,- US-Dollar an 36.000 Suchdienste übermitteln lassen. Und für 650,- US-Dollar würden sie mir nicht nur helfen, die ersten vier Seiten meiner HP Suchmaschinenfreundlich zu gestalten, sondern mir ein nettes Logo machen (Wert 125,- US-Dollar) und mich bei sage und schreibe 500.000 Suchmaschinen anmelden.
Jetzt wird der aufgeklärte Leser sich fragen, ob man sich da nicht auch irgendwie abmelden kann? Und ja, am Ende der Mails steht ja auch: If you wish to cancel your subscription, simply click once here. Nur die Tatsache, dass sich dort gar kein zu klickender Link befindet, macht das Ganze etwas ineffektiv.
Und dabei wollte ich nur bisschen zusätzliches Leben in mein Blog zu bringen, aber nicht in meinen Posteingang. Tja, nun werde ich spätestens nach der nächsten derartigen Mail die Websquash-Adresse meinen Spamfilter hinzufügen. Ich bin nur froh, dass derartige Erfahrungen bislang eine Ausnahme sind. Würde jedes kostenlose Angebot im Netz alle Usern nach dem Erstkontakt im Zweitages-Rhytmus mit Angeboten zuspammen, würde wohl die gesamte Infrastruktur von einen auf den anderen Tag zusammenbrechen. Schließen möchte ich mit einem Zitat, dass im Disclaimer der Websquash-Mails zu finden ist.
We do not support unsolicited e-mail (spam) in any form.



