Optischer Vergleich von Netzzeitung.de und nettavisen.no
Ich persönlich bin ein großer Freund der durch das Internet gegebenen Mögklichkeiten der Interaktion und Kommunikation. Somit hat mich die Nachricht sehr enttäuscht, dass das Projekt Netzzeitung.de ab Ende Dezember ohne eigene Redaktion bleiben muss und damit praktisch eingestellt wird. Meiner Meinung nach wird da ein hoffnungsvolles und zukunftsweisendes Projekt in den Sand gesetzt, wobei die fatalen Fehlentscheidungen hier wohl schon einige Jahre zurückliegen. Niemand braucht ein Online-Portal, dass nur Agenturmeldungen wiederkäut und dem Leser ansonsten keinerlei eigene Persönlichkeit zu bieten hat. Statt des Nachrichtenbreis hätte hier konsequent auf selbstgeschriebene Stücke gesetzt werden müssen. Gerade beim Themenschwerpunkt Internet ist hier riesiges Potential verschenkt worden. Und von Web 2.0 und der Möglichkeit, sich gerade mit ideelem und praktischem Support von Bloggern gegen die übermächtige Printkonkurrenz durchzusetzen, fangen wir lieber gar nicht erst an.
Im dazugehörigen Wikipedia-Eintrag wird nachgezeichnet, welche bewegte Geschichte das Online-Blatt seit seiner Gründung 2000 durchlebte. Leider habe ich keine aktuellen Informationen dazu finden können wie gut sich das Mutterprojekt nettavisen.no finanziert, aber ein oberflächlicher optischer Vergleich lässt in mir den Verdacht aufkommen, warum das eine Projekt eingestellt wird (Die Weiterführung als Aggregator kommt für mich einer Einstellung gleich) und das zweite (mit laut Alexa ganz ordentlichen Zugriffszahlen) weiter existiert. Schaut euch einmal die beiden nebeneinander gestellten Screenshots an (da die Datei 350KB groß ist, erst nach dem Klick) und überlegt selbst, welche der beiden Seiten euch allein optisch durch modernes Layout, große Bilder, poppige Farben, inhaltliche Vielfalt (z.B. Meldungen, Kolumnen, Comic-Strip, TV-Programm) eher zum Lesen anregt:





Na ja, die Netzzeitung ist ja nun bald weg vom Fenster. Auch wenn sie nicht ganz so klickibunti war wie das rechts abgebildete Weberzeugnis, geholfen hat es ihr nicht. Schade, eigentlich.