Home > Bloggen, Internet > Onlinespiele ins eigene Blog einbinden

Onlinespiele ins eigene Blog einbinden

Hinweis: Dies ist eine von trigami vermittelte Auftragsarbeit, für welche ich ein Honorar erhalte. Konkret heisst das: Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe (und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe). (Mehr Informationen)


_________________________

Meine erste Rezension für Trigami. Es handelt sich um die Onlinespiele-Plattform www.onlinespiele-1.de. Nach eigenen Angaben ist das private Projekt seit 2003 online. Nun möchte der Betreiber sich der Seite wieder intensiver widmen und hat mehrere Blog-Renzensionen gekauft, um konkrete Vorschläge dafür zu erhalten, was sich an der Seite ändern müsste, um sie ins “Web 2.0″ zu bringen.

Also, ans Werk:

- Das Logo ist in meinen Augen verbesserungswürdig. Jedenfalls sehe ich bei den zwei Augen keinen Bezug zum Bereich Spiele und ich erkenne auch kein Alleinstellungsmerkmal, das dafür Sorge tragen würde, dass das Logo (und damit die Seite) dem Besucher besonders in Erinnerung bleibt.

- Die aktive Domain www.onlinespiele-1.de geht aus dem Logo nicht hervor. Dort steht www.onlinespiele1.de, das zurzeit noch auf eine andere Seite verweist. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass dem Inhaber der Seite beide Domains gehören. Warum also nicht die viel eingängigere Domain verwenden, die auch im Logo steht? Später kommt auch noch die Domain www.1000-spiele.de auf der Seite zum Einsatz, die ebenfalls dem gleichen Inhaber gehört und auch auf das Spieleportal verweist. Wozu? Ich würde dem Betreiber empfehlen, alles über die Domain www.onlinespiele1.de zu regeln, denn die ist eingängig, originell und gehört ihm bereits.

- Die Gestaltung in ihrer aktuellen Form bietet noch viele Möglichkeiten zur Verbesserung. Grundsätzlich positiv ist die Konzentration auf eine Hauptfarbe (Blau). Ansonsten aber erscheint das Gesamtbild uneinheitlich. Und gerade in der Aufbau- bzw. Relaunchphase so einer Seite möchte ich eher Bilder und Banner zu den Spielen sehen, als diese Flut an Werbebannern (Die dann auch noch alle die gleiche Werbung zeigen). Es würde um einiges effektiver sein, die Spiele anstelle von kurzen Sätzen mit kleinen Teaser-Bildern zu bewerben. Zahlreiche Spieleseiten wie diese, diese, diese oder diese zeigen, wo es grafisch langgehen müsste.

- Die Spiele sind ja das wichtigste an der besprochenen Seite. In der linken Navigationsleiste offenbaren sich 39 Kategorien mit über dem Daumen 400 bis 500 Spielen, wobei manche auch in mehreren Kategorien gleichzeitig enthalten sind. Klicke ich auf eine Kategorie, erhalte ich in der Mitte des Bildschirmes eine Liste der Spiele in Verbindung mit viel zu kleinen und teilweise unverständlichen Grafiken. Den Sinn der ein bis drei Smilies kann ich mir ungefähr vorstellen. Aber was machen das “Geld-Zeichen”, die “Sonnen- oder 3D-Brille”, der “Lautsprecher” und die beiden anderen Symbole? Kein Problem, wenn so etwas auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, aber für solche Fälle sollte es dann wenigstens einen vernünftigen FAQ geben.

Die Spiel-Ansicht öffnet die Spiele in Fenstern von vollkommen unterschiedlicher Größe und enthält jeweils sowohl eine kurze Beschreibung als auch eine Anleitung. Auch wenn ein Großteil der Internetnutzer sicherlich Englisch versteht, würde es nicht schaden, hier alle Texte durchgängig auf Deutsch zu übersetzen. Solche Details zeugen in meinen Augen dafür, wieviel “Liebe” jemand in sein Projekt steckt.

Die Qualität der eigentlichen Spiele ist ziemlich durchwachsen. Aber vielleicht bin ich auch von den anderen Seiten verdorben, von denen einige etwas weiter oben verlinkt sind? Die Spielprinzipien sind sowieso immer die gleichen, aber bei Grafik und Sound liegen doch Welten zwischen den Games, die ich beim Durchklicken gesehen habe und denen, die ich mir im Laufe der letzten Monate von anderen Seiten gebookmarkt habe. Mir ist allerdings klar, dass dies mit Sicherheit der am schwersten zu ändernde Punkt des Projektes ist, da mit einzelnen Spielen wohl auch immer Urheberrechte verbunden sind und die Akquise wie auch Einbindung besserer Spiele mit höheren Kosten verbunden wäre.

- Die Funktion, Spiele in das eigene Blog einzubauen, ist eigentlich der in meinen Augen größte Knaller, der beste Aufhänger, mit denen das Portal für sich werben könnte. Genau wie dies an anderer Stelle bereits erfolgreich u.a. mit Comics und Videos geschieht. Mit diesem Feature sollten sich Besucher auch zu einer Anmeldung bewegen lassen. Soviel zur Theorie. Die Praxis habe ich ausprobiert. Es gibt eine Pop-Up-Variante der Einbindung, die für mich uninteressant ist, weil ich dann genausogut auf die betreffende Spieleseite verlinken kann und eine sogenannte “I-Frame”-Variante, die aber leider bei allen drei Versuchen (mit drei verschiedenen Spiele wohlgemerkt), sie hier in diesen Text unter Wordpress einzubinden, den gesamten Text im Editor zum Verschwinden gebracht hat, worauf ich glücklich war, mir jeweils eine Sicherheitskopie des Textes gemacht zu haben. Sollte ich irgendwelche Fehler beim Kopieren des Codes gemacht haben, wäre ich für einen Hinweis dankbar. Wenn nicht, wäre die Integration von Spielen in ein Wordpress-Blog konzeptionell ziemlich interessant, scheint aber in der Praxis technisch noch nicht ausreichend gelöst zu sein.

- Generell lässt sich zum Web 2.0.-Bereich sagen, dass es dem Nutzer so einfach wie möglich gemacht werden sollte, sich anzumelden. Und ich bin eigentlich gewohnt, bei den meisten Plattformen nur einen Login-Namen, Passwort und E-Mail-Adresse zu hinterlassen. Da ist das ausführliche Formular bei OnlineSpiele1 mit der Telefonnummer als Pflichtabfragefeld schon negativ aufgefallen. Noch mehr hat mich aber gestört, dass mir direkt bei der Registrierung mehrere Werbe-Newsletter ans Herz gelegt wurden. Ich halte es für legitim, wenn jemand Werbung auf seiner Seite schaltet und Einnahmen dadurch hat. Doch gleich in diesem Maße private Daten abzufragen und dabei deutlich zu machen, dass man mit einer Firma kooperiert, die Werbe-Newsletter verschickt, hätte mich als normalen Nutzer sofort abgeschreckt. Ich glaube, dass es sich diese Kooperation finanziell für den Webmaster sowieso nicht lohnt, weil er die paar Cent von der Newsletter-Firma locker wieder über Google-Adsense reinholen würde, wenn die Leute nicht abgeschreckt würden und stattdessen häufiger auf die Seite kommen würden.

Wiederkommen ist ja sowieso ein gutes Stichwort für “Web 2.0″. Ich muss mir als Nutzer ein kleines Profil anlegen können, auf dem ich (am besten noch mit Bild) ein paar Infos von mir preisgeben kann. Das Thema Onlinespiele lässt sich hier dann wundervoll verknüpfen, indem z.B. meine Lieblingsspiele auf meiner Profilseite zu sehen sind und im besten Fall (aber wahrscheinlich technisch nur schwer lösbar) meine Höchstpunktestände jeweils auf dem Profil erscheinen. Was sicherlich hunderte Nutzer anziehen würde, wären kleine, unkomplizierte Mini-Spaßligen, in denen Nutzer gegeneinander antreten und um Plätze in einer Tabelle kämpfen können. Ebenso sollte es eine Funktion geben, Spiele zu bewerten, Tipps zu geben, mehr oder weniger intelligente Kommentare zu hinterlassen und anzugeben, bei welchen anderen Web 2.0-Diensten man sonst noch einen Zugang hat. Alleine ein vernünftiges Forum (über das aktuell installierte hülle ich mich lieber in Schweigen) mit einer ordentlichen Software kann bereits für reichlich Besucher sorgen, wenn dort zum Beispiel auch Fragen zu Konsolen- und PC-Spielen sachlich und kompetent diskutiert werden. Der Webmaster muss hierbei nur eine attraktive Oberfläche bieten, die Nutzer kommen in der Regel von alleine.

Doch was je nach Ausführung entweder abschrecken oder anziehen kann sind die kleinen Details. Beispielsweise fehlt mir momentan bei der Funktion “Ein Spiel Weiterempfehlen” ein eindeutiger Hinweis, dass mit den Adressen meiner Freunde kein Schabernack getrieben wird. Außerdem ließe sich dort im Mail-Feld ein sympathischer Text voreinstellen wie “Hallo …, ich bin gerade auf onlinespiele1 und habe das absolut beste Spiel entdeckt. Dein … grüßt Dich!” Derartige Dinge machen den Charme eines Web 2.0-Projektes aus und eröffnen vor allem kleinen Newcomern mit geringem Budget die Möglichkeit, gegen größere etablierte Plattformen bestehen zu können.

- Der Blog zur Onlinespiele-Seite ist hier zu erreichen. Eine der Aufgaben dieser Rezension ist, Vorschläge zu machen, auf welche Themen sich hier noch eingehen ließe. Nun, ehrlich gesagt, fehlt mir zurzeit noch eher eine thematische Einschränkung, als eine Erweiterung. Dinge wie den Simpsons-Avatar, die Freewaresammlung Portable-Apps, Hundefotos oder Weltall-Reisen passen in meinen Augen eher auf das (ebenfalls dort verlinkte) private Blog des Betreibers Andre Alpar (Lebenslauf). Dort findet sich auch ein Link auf das – meiner subjektiven Meinung nach – beste Beispiel für ein Internetangebot-begleitendes Blog, das ich selber regelmäßig mit Interesse verfolgen und bedenkenlos mit dem Prädikat “Web 2.0″ bedenken würde: Das Blog zum Angebot von mymuesli. Und damit lässt sich vielleicht verdeutlichen, dass der Begriff “Web 2.0″ nicht ausschließlich mit einer einwandfreien technischen und grafischen Präsentation verbunden ist, sondern auch mit Authentizität, Stil, Credibility, Kreativität, mit den Menschen hinter dem Projekt. Egal, ob es sich um ein privates Hobby-Projekt handelt oder ein kommerzielles Interesse im Vordergrund steht – ich lese wahnsinnig gerne Berichte, in denen Webmaster und Blogger die Erfahrungen hinter den Kulissen preisgeben. Und das gleiche würde ich für das Blog von www.onlinespiele-1.de empfehlen. In dem Fall ist es auch egal, ob es da jetzt noch an der einen oder anderen Stelle hakt. Wichtig ist, dass sich das Ganze weiterentwickelt, dass zu erfahren ist, wenn es neue Kooperationen gibt und welche Ideen anstehen. Im besten Fall erhält Webmaster Andre dann auch auf seinem Blog umsonst jenes konstruktiv-kritische Feedback, das er dies Mal bei Trigami eingekauft hat. Und wenn die Nutzer dann merken, dass ihre Meinung ernst genommen wird, kann sogar eine viel intensivere Bindung zum Projekt entstehen, als wenn von Anfang an alles tip-top ist.

Mein Fazit: Der aktuelle Zustand der Seite lässt sich bestenfalls als suboptimal beschreiben. Mehr oder weniger deutlich haben dies ja auch meine Trigami-Mitblogger (1|2|3|4|5|6|7|8) zwischen den Zeilen erkennen lassen. Hätte ich diesen Review-Auftrag nicht erhalten, hätte ich wahrscheinlich bereits nach der Startseite das Interesse verloren, dort mehr Zeit zu verbringen. Aber ich finde den Ansatz des Webmasters mutig und lobenswert, sich mit seinem Projekt an Blogs zu wenden. Denn er wird wohl gewusst haben, dass dort in der Regel bei positiven wie auch negativen Aspekten kein Blatt vor dem Mund genommen wird und dieses Feedback über sein Projekt von ihm unbeeinflussbar in der nächsten Zeit die oberen Suchmaschinenränge zu “onlinespiele-1.de” einnehmen wird. Er scheint sich vor Kritik also nicht zu scheuen und nachdem was ich gesehen habe, steckt in den bisher erschienenen Einträgen ja auch eine Menge Potential. Nun liegt es an ihm, das durch die Reviews entstandene Interesse an seinem Projekt zu nutzen und aufrechtzuerhalten, indem er das Thema möglichst schnell in seinem eigenen Blog aufgreift.

Categories: Bloggen, Internet Tags:
  1. September 18th, 2008 at 15:53 | #1

    Ich kann deinem Feedback nur zustimmen. Bei der Domain sollte man sich wirklich mal einig werden oder aber das Logo anpassen. Bringt ja sonst nicht wirklich etwas.

    Schön geschrieben übrigens! Liest sich flüssig und gut.

  2. October 1st, 2008 at 13:36 | #2

    Das nenne ich mal einen bezahlten Blogbeitrag von Trigami. Hut ab, sehr gut geschrieben.

    PS.: die Ladezeit der Seite ist gaaaanz schön lange ;-)

  3. October 11th, 2008 at 09:36 | #3

    Auf viele Spiele Seiten hat man die möglichkeit die Angebotenen Spiele in die eigene Webseite zu intregieren. Daher finde ich es legitim diese funktion auch zu nutzen und seine eigene wenseite mit neuen content zu füllen.

  4. October 17th, 2008 at 17:32 | #4

    sehr gut geschrieben echt..

  5. January 14th, 2009 at 19:02 | #5

    Auf der Seite Onlinespiele-1.de hat sich scheinbar auch seit deinem Blog Post eigentlich gar nichts mehr getan. dies ist eigentlich sehr schade, denn die Seite hat mit Ihren Rankings unter Google.de durchaus Potenzial.

  1. No trackbacks yet.