Online-Rechnungen erstellen für Selbstständige und Freiberufler
Der Online-Abrechnungsdienst Billomat wirbt mit einem hoch gesteckten Ziel: “Mit Billomat soll Fakturierung wieder Spaß machen!” Grundlage ist die nach dem Prinzip “Keep it simple” strukturierte und somit leicht überschaubare Online-Oberfläche. Nach der kostenlosen Anmeldung erhält der Nutzer unter einer individuellen URL Zugang zu seinen Daten, die sich frei nach dem Muster www.beispielnutzer.billomat.com bilden lässt. Hier können nun unter “Artikel” Vorlagen der vom eigenen Unternehmen verkauften Leistungen oder Produkte angelegt werden sowie unter “Kunden” Kontakt-, Bank- und Adressdaten der bisher bekannten Kunden. Anschließend lassen sich unter “Dokumente” auf Basis der zuvor eingegebenen Informationen Angebote und Rechnungen zusammenstellen und anschließend per E-Mail, Post oder Fax versenden.
Im Menüpunkt “Preise” lässt sich die dem System zugrunde liegende Preisstaffelung erkennen. Die meisten Freiberufler dürften mit den Leistungen der Pakete “M” oder “L” vollkommen auskommen und hätten damit Kosten von 9 bis 19 Euro. Wer sich darüber im Klaren ist, dass für professionelle Fakturierungs-Software sonst bereits eine Summe im Bereich investiert werden muss, bevor auch nur eine einzige Rechnung geschrieben wird, erkennt den finanziellen Reiz hinter Billomat. Zudem wird der Tarif monatlich abgerechnet, kann aber nach Unternehmensinformationen jederzeit und gebührenfrei gewechselt werden. Es wird betont, dass man mit den Kunden und ihren geschäftlichen Aktivitäten wachsen will und nicht auf Grundlage langfristig abgeschlossener vertraglicher Verpflichtungen. Für den Kunden hat dies den Vorteil, dass er bei Nichtgefallen innerhalb weniger Wochen zu einem Anbieter wechseln kann und er sich deswegen des Engagements der Billomat-Mitarbeiter noch sicherer sein kann, ihn mit ihrem Produkt zufrieden zu stellen.
Zahlreiche weitere Vorteile entstehen aus der Funktionsweise des Dienstes als Online-Anwendung. So kann der Kunde die Daten von jedem beliebigen Rechner mit Internetanschluss aufrufen und bearbeiten. Er kann problemlos dem Steuerberater oder anderen Mitarbeitern einen Zugang zu seinen Daten einrichten und mit ihnen gleichzeitig daran arbeiten. Der grundsätzlichen Frage ob man seine sensiblen Firmeninformationen überhaupt online bearbeiten möchte, stellt Billomat in höheren Tarifen das Angebot einer SSL-Verschlüsselung entgegen, wie sie bei Online-Banking-Systemen zum Einsatz kommt. Der Frage, ob man über die Server einer einem selbst “fremden” Firma seine kompletten Abrechnungen laufen lassen möchte, ist letztendlich eine Vertrauensfrage, die jeder Unternehmer für sich selbst beantworten muss. Es ist davon auszugehen, dass die Billomat-Techniker natürlich um helfen zu können über die theoretische Möglichkeit verfügen müssen, jederzeit sämtliche Datenbestände einsehen zu können. Allerdings dürfte die Wahrung des Kundenvertrauens hier eines der wichtigsten Firmenziele sein, wenn in dem Moment, in dem auch nur die Daten eines einzelnen Kunden öffentlich würden, wäre das gesamte Geschäftsmodell ernsthaft gefährdet.
Der obige Screenshot bietet einen Einblick in die sogenannte Schaltzentrale. Hier lässt sich auf einen Blick erkennen, welche der gestellten Rechnungen bereits bezahlt und welche noch fällig sind. Deutlich wird die einfache Strukturierung sowie die dezente Farbwahl der Gestaltung. Der untere Screenshot zeigt zudem ein Beispiel der zusätzlich hinzuschaltbaren Umsatzentwicklung der letzten 12 Monate, die natürlich auf Basis der im System hinterlegen Firmendaten angezeigt wird.

Positiv hervorheben lässt sich die Offenheit des Unternehmens in Kundenbelangen. So ermöglicht die eigene Billomat-API (Was ist eine API?) die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Programmen und Anwendungen, was vor allem in Richtung Mobile-Devices (Stichwort: Buchen über das iPhone) einige interessante Ideen ermöglicht. Wer in den Einträgen auf dem offiziellen Billomat-Blog schaut, wird sehen, dass hier ein offener Dialog mit den Kunden stattfindet und das Engagement erkennbar wird, den Kunden auf ihre Fragen schnelle und sinnvolle Lösungsvorschläge anzubieten. Zusätzlich wirbt das Unternehmen in einer eigenen Billomat-Facebook-Gruppe und kommuniziert über einen eigenen Twitter-Account.

