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Mein neues Traumpaar – Picasa 3 für den Mac und Ipernity

12. Februar 2009 Einen Kommentar schreiben Kommentare

Seit ich Mac-Nutzer bin ist in Computerdingen Ordnung, Ruhe und Sicherheit in mein Leben eingekehrt. Nur mit Iphoto konnte ich mich bis heute nicht abfinden. Ich finde die Bedienung unpraktisch. Die Übersicht ist (ich habe zurzeit ein Archiv mit 18.000 Fotos) mangelhaft, die Tag-Funktion umständlich. Was mich aber mit am meisten nervt, ist dass Iphoto die Dateien nicht als normale Einzeldateien auf der Festplatte belassen und verwalten kann, sondern in einem eigenen Verwaltungssystem schluckt. Das ist nicht zuletzt für Sicherheitskopien sehr unpraktisch, wenn jemand wie ich 30GB an Fotomaterial besitzt, aber nicht die Möglichkeit hat, bequem nur Teile davon zu sichern. Zudem war es jedes Mal ein Akt, wenn ich ein Bild aus meinem Archiv bloggen oder jemandem schicken wollte, weil ich es erst aus Iphoto herauskopieren und dann mit anderer Software weiterbearbeiten musste. Grundsätzlich lasse ich nichts auf meinen Mac kommen, habe mich als Thunderbird-Veteran sogar mittlerweile daran gewöhnt, meine E-Mails wie im Programm “Mail” üblich in wenigen großen Ordnern aufzubewahren und dann mittels Suchfunktion die Übersicht zu behalten. Doch Iphoto war mir von Anfang an ein Dorn im Auge. Ich musste bisher in diesen (Achtung Kalauer) “sauren Apfel” beißen, weil es bei Bildverwaltungssoftware keine vernünftige Alternative gab, die sich in einem für mich vertretbaren finanziellen Rahmen bewegte. Bis gestern.

Denn gestern habe ich das frisch für den Mac erschienene Picasa 3 von Google installiert und sehe mich am Ziel meiner Träume. Natürlich gibt es Funktionen, die genial sind, aber bereits bei Iphoto enthalten waren oder meines Wissens in der neuen Version enthalten sein werden. So lässt sich mit einem Knopfdruck aus einer Auswahl von Bildern eine Collage erstellen, anschließend verändern und speichern. Ebenfalls möglich: Mit wenigen Klicks aus einer Bildauswahl einen Film erstellen, mit Hintergrundmusik versehen und bei Youtube oder anderen Filmportalen veröffentlichen.

Nun aber zu den Eigenschaften, die ich bei Iphoto kläglich vermisste. Picasa ist tolerant und akzeptiert die Dateien so wie sie sind, in der Struktur und an dem Ort auf meinem Rechner, den ich mir nach Lust und Laune aussuchen kann. Picasa erlaubt ein sehr schnelles Taggen und Beschreiben von einzelnen oder mehreren Bildern. Picasa hat eine praktische kleine Infozeile im unteren Bildbereich, die mir bei jedem Bild Namen, Erstellungsdatum und Uhrzeit, Bildgröße, Dateigröße und gegebenenfalls gesetzte Tags anzeigt. Und wenn ich zwei oder mehrere Bilder auf einmal markiere, werden in der Zeile die zusammengerechneten Informationen angezeigt. Wenn ich in ein Bild hineinzoome, erscheint automatisch am Rand eine kleine Ansicht des Gesamtbildes, die mir zeigt, wo ich mich gerade befinde. Wenn ich ein Bild in der Einzelansicht betrachte, kann ich über Rechtsklick ein Menü öffnen, dass mich das Bild in allen Bildbearbeitungsprogrammen öffnen lässt, die auf meinem Rechner installiert sind. Als einziger wirklicher Nachteil gegen über Iphoto ist mir bislang aufgefallen, dass man Bilder nicht mit eins bis fünf Sternen sondern nur noch mit einem Stern bewerten kann. Schade. Ich habe durchaus Bilder, die ich in unterschiedlicher Weise “gut finde” und besser auseinander halten würde.

Bei Picasa 3 handelt sich noch um eine Betaversion. Meine Bilanz nach einem Tag ist ein Absturz. Das kann ich verschmerzen, weil ich es erstens von anderer Apple-fremder Software wie Firefox und OpenOffice auch gewohnt bin und weil es zweitens immer noch nichts im Vergleich zu jenen Absturzzahlen ist, die ich in all den Jahren auf meinen PC-Systemen erleben musste. Was den Preis angeht, so gilt wie bei allen Google-Softwareprodukten: Es kostet kein Geld, du verkaufst nur deine Seele (siehe Themenbereich Datenschutz bzw. Google-Weltverschwörung). Wie man sieht, hat es mich nicht abgehalten.

Übrigens lassen sich im unteren Programmbereich Buttons installieren, die auf Knopfdruck eine Bildauswahl bei Flickr, Photobucket, Ipernity oder Facebook hochladen können. Und damit möchte ich zum zweiten Thema kommen: Zukünftig werde ich meine Bilder bei Ipernity hosten. Inwiefern das von Erfolg gekrönt sein wird, werden wir sehen.


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Kommentare (5) Trackbacks (0) Einen Kommentar schreiben Trackback
  1. Jan
    13. Februar 2009, 13:42 | #1
    Antwort | Zitat

    Was iPhoto angeht: Hast Du gesehen, dass Du im Kontextmenü mit Ctrl-Klick (“rechte Maustaste”) einen Punkt hast namens “Datei anzeigen”? Damit macht er Dir das Bild im Dateiverzeichnis im Finder auf.

    Willst Du die Fotobibliothek auf Dateiebene anschauen, klickst Du ebenfalls mit Ctrl auf die Datei “iPhoto Library” in Deinem “Bilder”-Ordner und wählst “Paketinhalt zeigen”. Unter “Originals” findest Du dann die Dateien.

    Wenn Du ein Bild in einem anderen Programm verwenden willst, gibt es aber einen viel schnelleren und eleganteren Weg: Du kannst es per Drag and Drop einfach aus iPhoto heraus auf das entsprechende Programmicon im Dock ziehen.

    Oder: Bild in iPhoto anfassen, festhalten, mit F11 (oder wo das bei Dir liegt) per Exposé alle Fenster wegschieben und das Bild auf dem Schreibtisch fallen lassen.

    Und so weiter :-)

    Ich will Dir damit nicht ausreden, dass iPhoto für Dich nicht passt. Aber vielleicht sind das Tipps, die Dir oder jemand anderem weiterhelfen. Ich habe festgestellt, dass viele Mac-Neulinge gar nicht an so simple Lösungen wie “Drag and Drop” denken, weil das unter Windows nicht so üblich ist oder halt zu selten funktioniert. Ich kann jedenfalls immer wieder Leute erstaunen, wenn ich ein Bild aus im Browser anfasse und direkt auf das Icon des Bildbearbeitungsprogramms ziehe und es dort dann einfach aufgeht…

  2. Joachim
    13. Februar 2009, 16:51 | #2
    Antwort | Zitat

    Hallo Jan, vielen Dank für den ausführlichen und konstruktiven Kommentar. Dass einzige, was ich davon wusste, ist dass man die Bilder per Drag and Drop aus iPhoto herausexportieren kann. Den Rest kannte ich nicht, wobei meiner Meinung nach Picasa den Vorteil hat, dass man nicht erstmal die Shortcuts auswendig lernen muss, sondern intuitiv die Optionen in den entsprechenden Menüs findet. Letztendlich hat sich an meiner Rangordnung also nichts geändert. Doch gibt es ja bereits einen – allerdings leider – kostenpflichtigen iPhoto-Nachfolger, dessen Funktionsumfang ich nicht kenne und deswegen auch nicht in Vergleich zu Picasa setzen kann.

  3. Jan
    13. Februar 2009, 22:09 | #3
    Antwort | Zitat

    Alles klar! Picasa habe ich mir wiederum noch nicht angesehen, werde ich aber auf jeden Fall mal nachholen :-)

  4. bosch
    16. Februar 2009, 10:12 | #4
    Antwort | Zitat

    Klingt ganz gut und hätte ich mir auch gern angesehen. Habe mich Anfang des Jahres übringens für Aperture entschieden, da es vielfältige Verwaltungs- und Sicherungsmöglichkeiten bietet und auch die RAW-Verarbeitung ganz hervorragend funktioniert. Aber ich denke, wenn es um ein kostenloses Programm geht, dann dürfte Picasa wohl ganz weit vorn sein – zu Windows-Zeiten habe ich es auch benutzt, da gibt es ja sonst nichts vergleichbares.

  5. Joachim
    16. Februar 2009, 17:05 | #5
    Antwort | Zitat

    Gibt es denn irgendeinen größeren Vorteil von Aperture gegenüber Picasa 3 oder vergleichbarer Software?

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