Leihmütter und Samenspender bei Studentenbaby.de

Auf Studentenbaby.de heißt es:
Unter dem Leitgedanken “Kind gegen Studiengebühr” stellen sich auf studentenbaby.de Studierende als Leihmütter und Samenspender zur Verfügung, um auf diesem Weg gegen die Einschränkung der Bildungsfreiheit in Deutschland zu protestieren und sich ihr Studium zu finanzieren. [...] studentenbaby.de garantiert eine reibungslose Kontaktvermittlung, professionelle medizinische Betreuung von Kunden und Studierenden und eine verantwortungsvolle Begleitung des Studentenbabys bis zu seiner Geburt.
Während aber im Forum der Frauenzeitschrift Brigitte auf Basis der Aktion bereits über die Legalität einer Leihmutterschaft in Deutschland diskutiert wird (und den dortigen Informationen zufolge ist in Deutschland zurzeit illegal), handelt es sich bei der Seite in Wirklichkeit um eine Protestaktion von Hamburger Studenten gegen Studiengebühren:
Quelle:
[...] studentenbaby.de versteht sich als Protest gegen die Studiengebühren, die nicht zu einer Verbesserung der Lehre führen, sondern nur zu einer Umverteilung der Finanzen. Dies führt auf lange Sicht zu einer Verringerung staatlicher Bildungssubventionen, zur Herausbildung von Unternehmensstrukturen an Universitäten und Hochschulen und letztlich zu einer von wirtschaftlicher Seite geforderten Erhöhung der Gebühren, wie sie in anderen Ländern seit längerer Zeit Realität ist.
Der künstlerische Protest richtet sich gegen die Materialisierung von Bildung, der auf diesem Wege die Materialisierung von Körper und Erbgut entgegen gesetzt wird.
Danke für den Tipp an Dani. Wie ich übrigens gerade bemerkte, hat sich mit Eric heute noch ein anderes Hamburger Blog der Geschichte angenommen.
Nachtrag vom 20. März 2008: Hier gibt es Neues zu dem Projekt.




2 doofe 1 gedanke.
“Studentenbaby” erinnert sehr an ein Projekt, welches das HIDDEN MUSEUM vor einigen Jahren realisiert hat. Das “Original” findet sich unter:
http://www.hiddenmuseum.net/austragemuetter.html
@Erik: Definitiv.
@Partygirl: Immer dieser Kommentarspam.
@Bernhard Kathan: Danke für den Hinweis. Vielleicht haben ja auch die Hamburger Studenten daher ihre Inspiration bezogen.