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iPhone-Teleobjektiv – Produkttest und Kaufempfehlung

10. Oktober 2011 Einen Kommentar schreiben Kommentare

Richtig geniale Sachen müssen gar nicht viel kosten. Denn die Genialität ist oftmals keine Frage des Preises sondern der Idee hinter einem Produkt. Und die Idee hinter dem Rollei-Teleobjektiv-Set für das iPhone ist so eine einfache aber richtig, richtig durchdachte Idee.

Im Set enthalten sind:

  • Eine ca. 7 cm lange, 3 cm dicke Linse mit einem Stellring für die Schärfe.
  • eine schwarze Plastik-iPhone Hülle mit Schraubfunktion für das Teleobjektiv
  • Ein metallenes Drei-Bein-Stativ mit Standard-Schraubverbindung
  • Stativ-iPhone-Halterung mit über Feder-Spannung wirkenden Metallbügel.
  • Ein Ersatz Halte-Gummi-Gnubbel für das Stativ-iPhone-Halterung
  • Zwei Plastikkappen für das Teleobjektiv
  • Ein kleiner Beutel zur Aufbewahrung des Objektivs
  • Ein Säuberungstuch

Aktuell kostet das Set direkt über den Amazon-Account von Rollei 27 Euro. Das ist ein Kampfpreis, der sich nicht an dem normalerweise für Apple-Zubehör geltenden gehobenen Preisniveau orientiert sondern an dem Produktionspreis. Und der Materialpreis für Plastikkomponenten und Metall-Dreibein ist bei vergleichsweise einfacher Montage angenehm günstig. Die Arbeitskosten in Asien tun das übrige aber da wir es mit einem Zubehör für das ebenfalls in Asien fabrizierte iPhone zu tun haben, sollte zumindest dieser Faktor hier kein Thema sein.

Ganz ehrlich: Ich hab mir selten etwas mit einem so guten Preis-Leistungs-Verhältnis gekauft. Immerhin erhält der Käufer für 27 Euro nicht nur eine durchaus im Alltag verwendbare iPhone-Hülle sondern auch ein dank Standardanschluss durchaus für andere Zwecke einsetzbares solides Mini-Stativ samt ebenso universell nutzbarer Halterung. Ach ja, und ein iPhone-Teleobjektiv ist im Set natürlich auch enthalten.

Die Handhabung ist simpel: Das iPhone bekommt die Rollei-Hülle verpasst. Das Objektiv wird von seinen Plastikschutzkappen befreit und in den über der iPhone-Kameralinse befindlichen Gewindekreis der iPhone-Hülle gedreht.

Nach wenigen Augenblicken ist alles angebracht und einsatzbereit. Die Verwendung des Drei-Bein-Stativs ist optional aber empfehlenswert. Dazu muss nur der mit zwei simplen Metallfedern gespannte obere Teil der Halteklammer etwas angehoben und das iPhone eingeklemmt werden.

Das ist meist besser als die “Freihandmethode” weil sich ohnehin kaum vermeidbares Zittern in der 8-fachen-Vergrösserung noch intensiviert.

Richtig gut: Das iPhone-Teleobjektiv ist eine externe mechanische Erweiterung der regulären Linse. Dadurch funktioniert es mit absolut jeder App, egal ob der mitgelieferten oder Fotokunst-Apps wie Hipstamatic und Instagram. Sogar vergrößerte Videos lassen sich damit aufnehmen.

Der Vergrößerungsfaktor ist fix. Aber trotzdem ist eine manuelle Scharfstellung auf dem Teleobjektiv notwendig. Wenn das iPhone vor jemandem auf einer Bank, einem Tisch oder einem Geländersims (gut aufpassen) steht, ist die Scharfstellung unproblematisch. Wer wie ich gerne Mal auf der Jagd nach ungewöhnlichen Perspektiven die Linse auf den Boden stellt oder so hoch wie möglich über den Kopf hält, wird beizeiten etwas frustriert sein. Allerdings hilft dann der Gedanke an das gute Preis-Leistungs-Verhältnis erheblich dabei, die gute Laune wieder zurück zu erhalten.

Klar ist es auch etwas nervig, sich vor jedem Einsatz erst Mal an sein externes Zubehör erinnern zu müssen. Allerdings kann man bei einem Gewicht von 157 Gramm auch durchaus das Objektiv und Stativ öfter mal so in der Tasche dabei haben. Und das Aufsetzen selbst geht mit etwas Übung auch immer flotter.

Aber was kann das Objektiv? Ich habe zu diesem Zweck nochmal meine legendäre Foto-Location an den Landungsbrücken aufgesucht, von der ich viele Bilder für meine Hipstamatic-Serie gemacht hatte. Im folgenden ist an Vergleich von damaligen und heutigen Fotos wohl am besten zu sehen, welche zusätzlichen Möglichkeiten das Teleobjektiv einem gibt.

Landsbrücken-Uhrenturm ohne Teleobjektiv mit iPhone 4

Landungsbrücken-Uhrenturm mit iPhone-Teleobjektiv


Landungsbrücken Uhrenturm ohne Teleobjektiv auf iPhone 4 mit
internem Zoom

Landungsbrücken-Uhrenturm mit aufgesetzem Teleobjektiv und interner Vergrößerung

Der Unterschied der Bilder spricht glaube ich für sich. Wer sich einen weiteren Eindruck von Vergleichsbildern machen möchte, kann dies in einer Spezialgalerie machen. Ich bin letzten Sonntag an der Innenalster auf Enten- und Schwänejagd gegangen und dabei sind mir Dank des Teles ein paar ganz gelungene Nahaufnahmen geglückt. Mehr im iPhone-Teleobjektiv Praxistest.

Ich bin übrigens gar nicht so traurig, dass das neue iPhone 4S sich baulich nicht von der aktuellen Fassung unterscheidet, denn dadurch ist natürlich auch dieses Zubehör weiterhin einsetzbar. Dann allerdings nicht mit einer 5- sondern einer noch besseren 8-Megapixel-Kamera.


TECHNISCHE DETAILS

  • 18-mm-Teleskop-Objektiv, F = 1.1
  • Aufnahmebereich ab 3 Meter
  • Bildwinkel: 16 Grad


VORTEILE IPHONE-TELEOBJEKTIV:

  • einfache Bedienung
  • schnelle Installation
  • niedriges Gewicht
  • kompatibel mit iPhone 4s
  • Stativ kompatibel für andere Zwecke
  • elegante Hülle
  • Markenprodukt
  • Preis-Leistungs-Verhältnis günstig

NACHTEILE IPHONE-TELEOBJEKTIV:

  • Scharfstellen erfordert Übung
  • Nur eine festgestellte Vergrößerung (8x)
  • Nicht grade super-robust

Mein Fazit: Höchst empfehlenswert und ein originelles Geschenk für jeden an Fotos interessierten iPhone-Besitzer.

Erhältlich ist es unter anderem bei Amazon.de. Dort gibt es auch weiteres Zubehör für iPhoneography wie zum Beispiel die Linse Olloclip, ein 12-fach Teleobjektiv oder ein Fischauge.


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