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Heizen mit Infrarot-Design-Heizelementen

22. Oktober 2009 Einen Kommentar schreiben Kommentare

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Anscheinend ist eines der kommenden Themen Infrarotstrahlung. Ich hatte bereits gehört, dass sich mit dieser Technik mittlerweile sogar Essen zubereiten lässt. Meinen Informationen zufolge sollen in deutschen Restaurants schon erste Infrarot-Öfen im Einsatz sein, die wie das technische Konzept aus den Staaten stammen und angeblich eine schnellere, geschmackvollere und gesündere Zubereitung versprechen. Neu für mich war, dass nun auch Heizungen auf Basis des Infrarot-Prinzips angeboten werden. Auf seiner Internetseite thermored.ch präsentiert das gleichnamige schweizer Unternehmen die Technik und seine Produktpalette.

Was ist Infrarotstrahlung?

Infrarotstrahlung (Wikipedia zu Infrarotstrahlung/Wikipedia zu Infrarot-Einzelheizung) besteht aus elektromagnetischen Wellen. Diese erwärmen die von ihnen getroffenen Körper und das unabhängig von der Umgebungsluft. Ein zulässiger Vergleich ist der von Infrarotstrahlung mit Sonnenstrahlen.

Heizen mit Infrarot

Die Infrarotheizkörper von Thermored sollen sich relativ simpel installieren lassen. Eine Wandhalterung wird fest an der Wand angebracht, der Heizkörper selbst nur eingehängt und mit dem Stromkreislauf verbunden. Erwärmt wird nicht nur die Luft, sondern die gesamte Raumumgebung wie Wände und Möbel. Versprochen wird eine wohlige Kachelofen-ähnliche Wärme.

Basismodell der Infrarot-Heizung in weiß an einer Holzwand. Bild: thermored.ch

Basismodell der Infrarot-Heizung in weiß an einer Holzwand. Bild: thermored.ch

Zu den Vorteilen der Technik soll gehören, dass die bei herkömmlichen Heizkörpern zum Grundprinzip gehörende Luftzirkulation ausbleibt. Dadurch soll die Energieeffizienz gesteigert und das Herumwirbeln von Staubpartikeln in der Luft reduziert werden. Im Begleitmaterial ist zu lesen, dass Strahlungswärme gesünder für den Körper sei, als sie sogenannte Konvektionswärme aus handelsüblichen Heizsystemen. Angeblich sollen sich die Hausbewohner bereits bei einer Heiztemperatur von 20 Grad wohl fühlen, was  Energie und Kosten sparen sowie die Umwelt schonen würde. Die relativ schlanken Elemente nehmen weniger Platz ein als herkömmliche Heizkörper und lassen sich mit verschiedenen Oberflächen wie farbigem Glas, gedruckten Fotos oder sogar Naturstein variabel in die Gestaltung des Raumes integrieren. Gerade in älteren Gebäuden lässt sich so zusätzlicher Platz gewinnen, weil z.B. Heizungsanlagen oder Heizungsräume nicht mehr benötigt werden.

Vergleich der Wirkungsprinzipien einer herkömmlichen Heizung und eines Infrarot-Heizkörpers. Bild: thermored.ch

Vergleich der Wirkungsprinzipien einer herkömmlichen Heizung (links) und eines Infrarot-Heizkörpers. Bild: thermored.ch

Die Preise für die Heizelemente beginnen bei ca. 450,- Schweizer Franken (ca. 300,- Euro) für ein weißes Basismodell mit den Maßen 300 x 300 x 40 Millimeter und einem Gewicht von 2 Kilogramm. Sie endet bei ca. 1400,- Schweizer Franken (ca. 925,- Euro) für ein Modell mit Echtsteinfurnier in den Maßen 1005 x 405 x 60 Millimeter bei einem Gewicht von 8 Kilogramm. Der Preis variiert allerdings je nach Ausstattung, Design, Größe und Leistung der Elemente. Dazu werden Extrakomponenten wie Zeitschaltuhren, Funksteckdosen und PC-Funk-Zentralsteuerungen offeriert. Eine mobile Variante auf Rollen soll sich zudem auch für kurzfristiges Heizen eignen, weil sich z.B. Ferienhäuser oder selten benutze Räume in einer Zeitspanne von ungefähr 2 Stunden aufheizen lassen.

Die Elemente entstehen im Gussverfahren und bestehen laut Herstellerangaben zu einem hohen Anteil aus mineralischen Naturprodukten (Quarz, Aluminium-hydroxid und Acryl). Ein leitfähiges Netzwerk aus Carbonfibern wird in einer speziellen Mineraldispension vergossen und soll schnell aufheizen. Innerhalb von 8 Minuten soll bereits eine Oberflächentemperatur von 60 Grad erreicht sein, wenig später dann die Höchsttemperatur von 85 bis 90 Grad.

Mehr Informationen unter thermored.ch.



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Kommentare (4) Trackbacks (0) Einen Kommentar schreiben Trackback
  1. Torben
    13. November 2009, 01:36 | #1
    Antwort | Zitat

    Find ich ja unglaublich spannend.
    Hast Du vor Dir solch ein System zu besorgen? Ich interessiere mich ja sehr dafür, würde daher gerne auch “Praxiserfahrungen” lesen. Stiftung Warentest oder eine ähnliche “Instanz” hat diese Heizungen ja scheinbar noch nicht getestet.
    Wenn Du dazu also mal einen “Erfahrungsbericht” schreiben möchtest ;)
    Gruß,
    Torben.

  2. Joachim
    13. November 2009, 12:43 | #2
    Antwort | Zitat

    Ja, ich bin auch gespannt, was die ersten Tests von Institutionen wie Stiftung Warentest im Bezug auf diese Produkte ergeben werden. Ich habe wie erwähnt im Rahmen dieses Auftrags das erste Mal davon gehört. Grundsätzlich stehe ich neuen Technologien offen gegenüber und wenn die Technik funktionieren sollte und es gleichzeitig möglich ist, sie mit zu 100 Prozent ökologisch unbedenklich erzeugtem Strom (da gibt es ja schon eine Handvoll Anbieter) zu betreiben, sollte sie zumindest umweltschonender sein als Gas-Heizungen.

    Für mich selbst lohnt sich die Anschaffung zurzeit noch nicht, weswegen ich auch keinen Erfahrungsbericht liefern kann. Es würde mich aber genau wie dich interessieren, inwiefern ein Unterschied zu herkömmlichen Heizsystemen festzustellen ist und wie er sich in der Praxis am eigenen Körper anfühlt.

  3. Torben
    15. November 2009, 11:59 | #3
    Antwort | Zitat

    “…zu 100 Prozent ökologisch unbedenklich erzeugtem Strom (da gibt es ja schon eine Handvoll Anbieter)…”
    Da fällt mir doch gleich mein Stromanbieter ein, aus ideologischer Sicht fühle ich mich daher zur Werbung verpflichtet: “Greenpeace Energy” bietet sowas, vor allem eben fördern die den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien und streichen nicht nur Gewinne aus bereits abgeschriebenen Anlagen ein… :)

  4. Joachim
    16. November 2009, 15:10 | #4
    Antwort | Zitat

    Ja, “Greenpeace Energy” ist ein guter Tipp. Im gleichen Zusammenhang lassen sollten sich umweltbewusste Stromkonsumenten über die Angebote von “Lichtblick” und “Drift” informieren.

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