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Geld im Internet verdienen mit BILD

3. Dezember 2007 Einen Kommentar schreiben Kommentare

Als Blogger verfolgt man ja natürlich mit besonderem Interesse sämtliche Beiträge der konventionellen Presse, die sich mit einem Aspekt des Internets beschäftigen. Nehmen wir als vollkommen willkürlich herausgegriffenes Beispiel mal die BILD-Zeitung, genauer gesagt ihre Bundesausgabe vom Sonnabend, den 1. Dezember 2007. Der Beitrag ist hier auch online erreichbar, aber wir konzentrieren uns im Folgenden auf die gedruckte Ausgabe.

Da lächeln uns auf der vierten Seite direkt über dem Fernsehprogramm für den Tag aus fünf einzelnen Testimonal-Kästen genauso viele glückliche und erfolgreiche Menschen an. Die Überschrift lässt keinen Zweifel daran, worum es geht: “Wie Sie mit dem Internet Geld verdienen können“. Dem normalen Blogger werden da auf Anhieb ein paar Möglichkeiten einfallen und in der Tat werden sie auch alle genannt: Ebay, Google-Adsense, Amazon und … Zanox.

Zanox? Naja, ein Dienst, der mir persönlich in meiner subjektiven Wahrnehmung der Werbelandschaft im Netz nicht als erste Wahl in den Sinn gekommen wäre, scheint dafür bei dem BILD-Internetexperten Sven Stein erstaunlich gut abgeschnitten zu haben, denn immerhin empfiehlt er im Haupttext zum Thema “Für Internet-Shops werben”:

“Melden Sie sich als Einsteiger beim Internetdienstleister Zanox (myshop.zanox.de) an.”

Und gleich zu Beginn des nächsten Absatzes “Werbeanzeigen platzieren” heißt es:

“Zanox (www.zanox.de) bietet weltweit eine Plattform für große Firmen wie Vodafone, T-Home, Bertelsmann oder Air Berlin, die im Internet werben.”

Ob Herr Stein beim Schreiben wohl wusste, dass – wie in dieser Pressemitteilung vom 3. August 2007 ersichtlich ist – ein Teil der Zanox.de AG zur Axel Springer AG gehört, also dem gleichen Unternehmen, vom dem auch die BILD-Zeitung herausgegeben wird?


rot: Zanox | blau: Ebay | gelb: Google |grün: Amazon
(Montage: Journalist und Optimist)

Schauen wir uns doch mal die Verteilung des zur Verfügung stehenden Platzes auf die einzelnen Dienste an. Die blauen Flächen handeln von Ebay. Da gibt es eine Erwähnung im Haupttext oben, insgesamt vier Erwähnungen bei der detaillierten Erklärung in der Infobox rechts, die Vorstellung von Ebay-Profi-Verkäuferin Ulrike Kalb, auf die mittlerweile anscheinend sogar das Fernsehen aufmerksam geworden ist, und ganz rechts unten eine gesonderte Erklärung des Begriffes “Powerseller”.

Die gelben Flächen berichten von Google bzw. deren Werbeprogramm Adsense. So wird im Haupttext nach der zweieinhalbspaltigen Erwähnung von Zanox eingeleitet mit “Auch die Suchmaschine Google bietet Ihnen an, Werbung auf Ihrer eigenen Webseite zu machen.” Dazu wird noch im Testimonial-Kasten auf Martin Goldmann hingewiesen, der als Betreiber des Portals tippscout.de monatlich etwa 4.000,- Euro verdiene.

Grüne Flächen beschreiben die Möglichkeiten von Amazon, wobei sich die Darstellung komplett auf den sogenannten “Marketplace” bezieht, bei dem man gebrauchte oder unbenutzte Produkte verkaufen kann. Die ebenso nicht zu unterschätzenden Affiliate-Links von Amazon, mit denen man in Sekunden Links setzen kann, die einem später für jeden darüber getätigten Verkauf (bis zu einer bestimmten Höchstgrenze) 5 Prozent Provision einbringen, hat der BILD-Autor augenscheinlich nicht erwähnt.

Aber dafür kann man ja auch mit anderen Diensten solche Links und Anzeigen setzen. Zum Beispiel mit Zanox! Davon ist übrigens auf den rot markierten Flächen die Rede. Wie etwas weiter oben zitiert, werden im Haupttext, die Leser direkt aufgefordert, sich dort anzumelden. Dafür gibt es auch in drei der fünf unteren Testimonal-Boxen glückliche und erfolgreiche Internet-Unternehmer, die ihren Verdienst mit Zanox begründen, oder genauer:

Box 1 (ganz links): “Vor vier Jahren entdeckte Meik Osterberg das Angebot von Zanox.”

Box 2 (zweite von links): “Die Links stammen von Zanox.”

Box 3 (ganz rechts): “Die meisten Links sind von Zanox.”

Und was soll nun dieser ganze Beitrag hier? Ganz einfach: In meinen Augen ist genau dieser Umgang mit dem Angebot des eigenen Dienstes Zanox in einem auf den ersten Blick neutralen Beitrag ein exzellentes Beispiel für das Vorgehen in BILD. Zanox bekommt im Hauptartikel mehr Platz als alle drei Konkurrenten zusammen. Dann bewerben drei der fünf Testimonial-Personen indirekt Zanox – darunter auch der attraktive Jungunternehmer der als Aufmacherbild groß gezogen wird. Und zuletzt werden in einer Infobox am rechten Seitenrand noch Äpfel mit Birnen verglichen, nämlich Zanox als Anbieter von Werbebannern und Affiliate-Links, Ebay als Versteigerungshaus mit überwiegend dynamischen Verkaufspreisen und Amazon als Verkaufsplattform zu überwiegend vorher festgelegten Preisen. Kein Wunder, dass im direkten Vergleich der Bedingungen Zanox jedes Mal gut abschneidet, weil diese Form des Marketing einfach nichts kostet und für den Internet-Unternehmer den geringsten Aufwand mit sich bringt. Dass zudem die Informationen immer in der Reihenfolge Zanox, Ebay, Amazon vorgestellt werden, mag ja damit zu tun haben, dass um die Firmen neutral anzuordnen das Alphabet angewandt wurde. Natürlich rückwärts. ;-)

Und um das in meinen Augen etwas ungleiche Verhältnis der Darstellung deutlich zu machen, eine Auflistung der Erwähnungen:
Zanox: 9 Mal erwähnt (davon 2 Mal mit Adresse)
Ebay: 6 Mal erwähnt (davon 1 Mal mit Adresse)
Amazon: 5 Mal erwähnt (davon 1 Mal mit Adresse)
Google: 2 Mal erwähnt (davon 1 Mal mit Adresse)

Dabei heißt es in der Einleitung: “Wie Sie im Internet Geld verdienen können – BILD stellt die besten Möglichkeiten vor.” Vielleicht sollte demnächst im BILD-Wörterbuch bei Bildblog stehen:

Möglichkeiten, die besten: Angebote, die mindestens zum Teil dem gleichen Konzern gehören wie BILD.

Da möchte man schon fast versucht sein, in satirischer Weise die Überschrift etwas zu korrigieren:


Satirisch gemeinte Fotomontage: Journalist und Optimist

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Kommentare (49) Trackbacks (11) Einen Kommentar schreiben Trackback
  1. bosch
    3. Dezember 2007, 10:58 | #1
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    Schöner Beitrag. Über diesen Text hätte sich das BILDblog sicher auch gefreut.

  2. Soeren
    3. Dezember 2007, 11:02 | #2
    Antwort | Zitat

    Sieht doch praktisch nach einem perfekten Bewerbungsschreiben fuer den BILDblog aus. :)

  3. Arne
    3. Dezember 2007, 13:14 | #3
    Antwort | Zitat

    Ich bin von Bildblog herübergeleitet worden. Guter Beitrag, sehr nachvollziehbare Darstellung, vielen Dank.

    Ich geh jetzt Zanox-Aktien kaufen, deren Erfolg ist doch gar nicht mehr zu verhindern.

  4. Joachim
    3. Dezember 2007, 14:08 | #4
    Antwort | Zitat

    @Bosch, Soeren: Danke für das positive Feedback.

    @Arne: Dir auch danke und nebenbei der Hinweis, dass im Moment dank Deines Kommentars die Quote der über Bildblog hierher findenden und einen Kommentar hinterlassenden Leser bei etwa 1 zu 500 liegt.

  5. Jeeves
    3. Dezember 2007, 14:31 | #5
    Antwort | Zitat

    Ja, auch ich kam über Bildblog.
    Danke für den Artikel.

  6. Joachim
    3. Dezember 2007, 14:33 | #6
    Antwort | Zitat

    @Jeeves: Schööön! Damit liegt die oben genannte Quote nun bei 1 zu 300. ;-)

  7. Björn
    3. Dezember 2007, 15:04 | #7
    Antwort | Zitat

    Ich verbesser mal die Bildblogquote ;)

    Schön geschriebener Bericht, muss ich etwa einen weiteren Blog meinen Lesezeichen zufügen ? :)

  8. Manuel
    3. Dezember 2007, 15:10 | #8
    Antwort | Zitat

    auch von Bildblog
    Gratulation zu diesem Artikel. Mit spitzer Zunge und genau formuliert. In diesem Fall würd ich fast denken, einige Nicht-Bildblog-Leser würden auch auf das ungleiche Texteverhältniss aufmerksam werden.

  9. Joachim
    3. Dezember 2007, 15:20 | #9
    Antwort | Zitat

    @Björn/Manuel: Tja Jungs, ihr habt die Quote kräftig gedrückt, auf etwa 1 zu 170 ;-)

    @Björn: Wäre mir eine Freude.

    @Manuel: Ich kann nur von mir sprechen und mir ist es mit dem Verhältnis auch zuerst überhaupt nicht aufgefallen. Ich bin nur auf die Geschichte aufmerksam geworden, weil ich noch die Meldungen aus dem Mai im Kopf hatte, als bekannt gegeben wurde, dass Springer mit Zanox größer in den Bereich Online-Werbung einsteigt.

    Die Struktur des Textes hat sich mir selbst erst völlig erschlossen, als ich dann angefangen habe, ein wenig mit den bunten Farben zu spielen. ;-)

  10. Jürgen
    3. Dezember 2007, 15:21 | #10
    Antwort | Zitat

    Werbung für den eigenen Konzern. Das kann man eigentlich nur noch als schamlos bezeichnen, zumal man mit den anderen “aufgeführten und zu kurz gekommenen” ganz unschuldig argumentieren kann, warum über dem Artikel das Wort “ANZEIGE” fehlt.

    PS: Auch über BILDblog ;-)

  11. Joachim
    3. Dezember 2007, 15:27 | #11
    Antwort | Zitat

    @Jürgen: Naja, es scheint sich bei der “Großen Bild-Serie: So machen Sie mehr aus Ihrem Geld” ja um eine Service-Rubrik zu handeln. Vielleicht könnte es mal ergiebig sein, auch die übrigen bisher erschienenen und die noch erscheinenden Folgen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

  12. TheDent
    3. Dezember 2007, 15:32 | #12
    Antwort | Zitat

    Hab den Artikel in der Bild gelesen, die gabs Umsonst im ICE ich dachtemir sofort das der gekauft ist. Das Zanox zum gleichen Verlag gehört ist natürlich noch nen zacken schärfer, allerdings ist die “Schleichwerbung” gleichermassen Plump wie auffällig.

  13. GrinsiKleinPo
    3. Dezember 2007, 15:34 | #13
    Antwort | Zitat

    Toller Betrag. Darf ich den meinem Lehrer (Politik) weiterleiten, damit er mal merkt was er sich da im Lehrerzimmer so Tag für Tag antut?

    MfG u. TIA

  14. Joachim
    3. Dezember 2007, 15:41 | #14
    Antwort | Zitat

    @Dent: Kann es aber sein, dass Du bereits ein bisschen Erfahrung mit Online-Marketing hattest? Ich glaube nämlich, dass die Zielgruppe des Artikels auch eher Leute sind, die noch nie zuvor etwas im Netz gemacht haben und dann durch diesen Beitrag motiviert werden, sich auch mal eben nach drei Monaten 3000 bis 4000 Euro monatlich zu verdienen. Testimonial 5 (ganz rechts) beweist ja, dass es möglich ist. :-)

    @KleinPo: Sehr gerne und wenn es nicht zu unverschämt ist, könntest Du ihm ja noch diesen und diesen Beitrag weiterleiten, weil ich dort ein paar generelle Dinge darüber geschrieben habe, wieso Leute meiner bescheidenen Meinung nach Blogs lesen sollten.

  15. Chris
    3. Dezember 2007, 15:50 | #15
    Antwort | Zitat

    Sehr fein Joachim. :)

    Ich kannte den Laden da vorher gar nicht – auch ein Indiz dafür, dass das ding irgendwie mit dem ASV verbandelt ist… :D

  16. mepusch
    3. Dezember 2007, 17:19 | #16
    Antwort | Zitat

    Sehr sachlich und gut, somuß mann mit News umgehen!
    Kam auch über Bildblog ;-)

  17. Klaus
    3. Dezember 2007, 17:20 | #17
    Antwort | Zitat

    Komme auch vom BILDblog :-)
    Klasse Artikel, danke dafür!

  18. Rene Kriest/ProBloggerWorld.de
    3. Dezember 2007, 17:29 | #18
    Antwort | Zitat

    Geld verdienen kann man alleine mit meinen Tips! ;)

    Deine Analyse ist briallant! Ich bin vorhin erst wieder bei Golem darauf gestoßen, daß Springer = Zanox.

    Allerdings haben die Bild im Tenor nicht wirklich unrecht. Zanox bietet ziemlich genau das, was Bild auch erwähnt. Affiliates sind generell so eine ganz spezielle Sache – mit oder ohne Bild.

    Grenzwertig, das Ganze.

    Viele Grüße,

    René/ProbloggerWorld.de

  19. Parameter
    3. Dezember 2007, 17:47 | #19
    Antwort | Zitat
  20. Joachim
    3. Dezember 2007, 18:09 | #20
    Antwort | Zitat

    @Chris, mepusch, Klaus: Merci.

    @Rene: Nun, ich habe selbst mal vor ein paar Monaten Zanox bei mir ausprobiert, aber es schnell wieder rausgenommen, weil mein Blog thematisch einfach auf ein Publikum ausgerichtet ist, das gegen solche Affiliate-Links weitestgehend immun zu sein scheint.

    Ich möchte auch betonen, dass ich in meinem Beitrag keine Wertung der Leistung von Zanox gegenüber anderen Dienstleistern verstanden wissen möchte. Denn sicherlich werden zum Beispiel die Angaben der Testimonial-Personen über ihre Verdienste wasserdicht sein. Ein anderes Problem, das ich aber generell bei diesen “Geld verdienen im Internet”-Beiträgen sehe, ist das unwissende Leute schnell heiß gemacht werden, obwohl zum Erfolg noch ganz andere Bedingungen gehören. Der werte Herr Behnsen (5 Testimonial ganz rechts) hat ja genau genommen nicht erst vor drei Monaten angefangen und mal eben so spontan einfach so ein Portal online gestellt, sondern bereits mehrere Jahre lang Kenntnisse in diesem Bereich gesammelt (dies lässt sich durch eine Suchmaschinensuche schnell feststellen) und möglicherweise auch bereits den einen oder anderen Kontakt in der Szene besessen (Achtung, dies ist eine unbelegte Vermutung meinerseits). Wenn Du ein paar Tausend Leute am Tag bei Dir hast, mögen die ganzen Programme ja funktionieren, aber wie bekomme ich die? Da geht die Wissenschaft nämlich erst los zum Beispiel im gezielten Kauf von Traffic, ohne den viele dieser Affiliate-Seiten überhaupt nicht überleben könnten. Und davon steht in dem Artikel halt nichts. Da denkt jeder, dass er sich wirklich nur einfach bei Zanox anmelden muss und ihm nach kurzer Zeit die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.

    Doch das ist weder ein spezielles Problem von der BILD noch von Zanox und findet sich in ähnlicher Form bei vielen Systemen wieder, die Menschen schnellen Reichtum versprechen.

  21. Wolke23 Webdesign SEO
    3. Dezember 2007, 19:50 | #21
    Antwort | Zitat

    Oh mein Gott. Jetzt habe ich schon Millionen im Internet verdient, aber kam noch nie auf die Idee, es via Zanox zu versuchen. Wäre ich doch nur ein BILD-Leser, dann wüsste ich schon lange, wo der Hase lang läuft. Meine ganz persönliche Top3:
    1. Google (AdSense)
    2. Amazon
    3. Affili.net
    Danke für diesen differenzierten Artikel.

  22. Besserwissenwoller
    3. Dezember 2007, 20:37 | #22
    Antwort | Zitat

    Ein weiterer begeisterter Bildblogleser schaut vorbei. Bin gespannt wann die ersten Firmen versuchen irgendwie ins Bildblog zu kommen um einen link zu ergattern.

  23. Joachim
    3. Dezember 2007, 20:50 | #23
    Antwort | Zitat

    @wolke23: Welche Dienste Du selbst am liebsten nutzt, hängt aber auch sehr stark davon ab, was für ein Blog Du hast. Auf einem Blog zu Suchmaschinenmarketing mit tausenden Besuchern mag Adsense sehr erfolgreich sein, für ein Literaturblog mit weniger aber dafür finanziell potenteren Besuchern mag sich dafür das Affiliate-Programm von Amazon eher anbieten.

    @Besserwissenwoller: Kannst Du etwas näher ausführen, welchen Zweck es für eine Firma haben sollte, einen Link im Bildblog zu bekommen? Traffic? Da können die Unternehmen doch bereits jetzt einfach einen Werbelink kaufen. Oder meinst Du, dass demnächst Unternehmen versuchen werden, mit Beiträgen im Bildblog zu erscheinen? Was in meinen Augen ja Stil hätte, wäre eine attraktive und witzige Anzeige des Springer-Verlags. Das hätte was von Selbstironie und würde BILD sicher helfen können, einige Sympathien zu gewinnen.

  24. Thomas Günther
    3. Dezember 2007, 23:44 | #24
    Antwort | Zitat

    Dieser Artikel in der Bild ist doch eine Nullnummer. Es gibt bestimmt sehr wenige Leser der Bild, die eine erfolgreiche Internetseite betreiben (jenseits vom Bildblog). Amazon hat seinen Platz weit hinten bestimmt zu recht. Auch Ebay ist ein etwas zweifelhafter Kandidat um an Geld zu kommen. Jedoch Zanox so weit nach vorne zu stellen, ist aus meinen Erfahrungen vollkommen falsch. Man bekommt mit google-adsense ein vielfaches von den was Zanox mit mehr Trafficausfall und Lesernerve schafft. Jedenfalls sind das meine Erfahrungen.

  25. Luis
    3. Dezember 2007, 23:44 | #25
    Antwort | Zitat

    Alles sehr gut recherchiert, aber so ganz unbekannt wie du shcreibst ist zanox nun auch nicht.
    Neben affili.net sind sie die größten Affiliate Anbieter.

  26. rip
    4. Dezember 2007, 01:35 | #26
    Antwort | Zitat

    “Besides, I’d never trust someone with an ‘X’ in his name.”

  27. Michael
    4. Dezember 2007, 08:50 | #27
    Antwort | Zitat

    Ist das nicht ein Verstoß gegen das Presserecht, in dem die Trennung von redaktionellen Beiträgen und Werbung gefordert wird?

  28. plueschbaer
    4. Dezember 2007, 10:17 | #28
    Antwort | Zitat

    aaah hilfe, und ich dachte die bildzeitung sei unabhängig, eine zeitung von und für das volk ;-)

  29. theObserver
    4. Dezember 2007, 11:10 | #29
    Antwort | Zitat

    Hey Joachim,

    wirklich netter Beitrag. :-)

    Die Kritik ist berechtigt, dennoch muss ich leider sagen, dass ich in einem Verlag aushelfe, bei dem im Redaktionshandbuch festgehalten wird, dass bei Berichten über Brachen, in denen Töchter des Verlages auch aktiv sind, diese besonders zu berücksichtigen sind, bzw immer diese als (positive) Beispiele zu führen sind…

    In manchen Verlagen haben halt die BWLer (ohne publizistisches Interesse) die Macht, nicht mehr die Redakteure.

    Besten Gruß
    D.

  30. theObserver
    4. Dezember 2007, 11:11 | #30
    Antwort | Zitat

    nachtrag: bin über turi hier hergekommen.

  31. Joachim
    4. Dezember 2007, 11:34 | #31
    Antwort | Zitat

    @Thomas Günther: Nun, wie ich schon bei Wolke23 schrieb, glaube ich, dass diese Marketingformen auch viel mit ganz individuellen Erfahrungen zu tun haben, weil Internetseiten und Blogs sehr individuell sind. (Wobei im Printbereich oder bei elektronischen Medien natürlich auch jedes einzelne Medium seine eigenen Mediadaten und sein eigenes Profil hat.)

    @Luis: Ja, bekannst sind sie. Da hast Du Recht. Ich hoffe, es wird in dem Beitrag deutlich, dass es sich nicht generell um ein Zanox-Bashing handeln soll, sondern um einen Hinweis auf die unverhältnismäßige Bevorzugung eines zum Verlagskonzern gehörenden Unternehmens in der eigenen Berichterstattung.

    @rip: Xing? Linux?

    @Michael: Oh, über rechtliche Belange sind sich ja oftmals sogar Juristen uneinig, aber ich denke, dass dieser Fall eher moralisch als juristisch fragwürdig ist.

    @Plüschbär: Natürlich. Und nach Volks-Waschmaschine und Volks-Socken hat sie nun auch ein Volks-Affiliate-Programm. :-)

    @Observer: Danke für den interessanten Impuls. Kann gut verstehen, dass Du dann anonym kommentierst. Aber wenn Du meine Antwort hier noch lesen solltest, überleg doch mal, ob Du nicht eine Möglichkeit siehst, einem medienkritischen Blogger mal eine digitale oder kopierte Kopie dieser Anweisungen zukommen zu lassen. Ich biete mich zwar auch selbst an, aber es wäre mir wichtiger, DASS sowas herauskommt, als dass es unbedingt bei mir herauskommt. Also, wenn Du möchtest, überleg mal. Meine Kontaktdaten stehen im FAQ und ich sichere Dir natürlich vollkommene Anonymität zu.

  32. Joaquin
    4. Dezember 2007, 13:21 | #32
    Antwort | Zitat

    Ich muss hier “Joachim” Recht geben und “Thomas Günther” einfach widersprechen.

    Je nach Seite, ist Amazon eine sehr gute Wahl.

    Die Leser eines Literaturblogs werden z.B. eher auf die Amazonbücheranzeigen klicken als auf Adsensewerbung von Google und sie werden hierbei auch bei Amazon im Gesamten, mehr Geld lassen und dadurch dem Literaturblog mehr Einnahmen einbringen.

  33. theObserver
    4. Dezember 2007, 14:01 | #33
    Antwort | Zitat

    Es gibt einfach auch offensichtlere Fälle, die leider nicht so kritisch disktutiert werden.

    Was ist mit der redaktionellen Crosspromotion von Veranstaltungen (als Medienpartner), verlagseigenen Buch-/DVD-Serien, nicht zuletzt auch Büchern von eigenen Autoren? Schwierig, schwierig.

  34. Joachim
    4. Dezember 2007, 14:41 | #34
    Antwort | Zitat

    @Observer: Ja, die von Dir aufgelisteten Fälle befinden sich sicherlich in einem Grau-Bereich. Und mir fallen auch fast täglich Dinge ins Auge, die ich zumindest für schwierig halte (Hier ein Beispiel).

    Grundsätzlich ist es allerdings verständlich, dass Verlage eigene Medienpartner bevorzugen. Wenn Dein Bruder einen Supermarkt besitzt und Du im Früchte-Großhandel arbeitest, wird er auch eher bei Dir seine Ware beziehen, als bei Deiner Konkurrenz.

    Was ich übrigens an dem von Dir oben angedeuteten Fall bemerkenswert finde, ist dass Deinen Angaben zu Folge solche Regelungen den Mitarbeitern schriftlich gegeben werden. Und so ein Vorgehen ist mir bisher unbekannt.

  35. xenon
    4. Dezember 2007, 15:03 | #35
    Antwort | Zitat

    auch per bildblog…ABER noch besser:

    Dorthin per Robert Basic – ergo:

    “SERVER SICHERN” der strum kommt

  36. Mainbube
    4. Dezember 2007, 15:49 | #36
    Antwort | Zitat

    Was ich bei Robert Basic dazu schon geschrieben habe, möchte ich nicht einfach wiederholen.

    Sicherlich ist es fraglich ob der Redakteur das nötige Fachwissen hatte, oder ob es sich um einem auf Honorarbasis schreibenden Journalisten handelt, der ein wenig recherchiert und ganz dankbar ist im eigenen Konzern ein paar Antworten zu bekommen.

    Die Bild ist wohl kaum das Fachorgan für den deutschen Onlinemarkt und ich glaube die Story ist einfach ein netter Lückenfüller gewesen.

  37. Joachim
    4. Dezember 2007, 16:20 | #37
    Antwort | Zitat

    @Mainbube: Ich habe mir mal erlaubt, Deinen Kommentar nachträglich zu editieren und einen Link zu Deinem Kommentar auf Roberts Blog einzufügen, damit Interessierte es ohne längeres Suchen auch dort nachlesen können, wenn sie wollen.

  38. Mainbube
    4. Dezember 2007, 17:51 | #38
    Antwort | Zitat

    Danke!

  39. Bernd
    5. Dezember 2007, 16:29 | #39
    Antwort | Zitat

    Hehe, bin auch von BildBlog hierher gekommen und muss sagen, dass ichs echt zu geil find :-D

    Glückwunsch ;)

  40. willky
    5. Dezember 2007, 21:07 | #40
    Antwort | Zitat

    Ich oute mich hier jetzt auch mal als (gelegentlicher) :-) Bildleser und hab demzufolge den Artikel auch gelesen und mich amüsiert. Glückwunsch zu deiner Zusammenfassung. Vor allem die farblichen Hervorhebungen sowie Deine “angepasste” Überschrift sind genial! Well done!!! Deine Link-Popularität wird sich durch diesen Beitrag sicher freuen…

  41. Joachim
    5. Dezember 2007, 21:55 | #41
    Antwort | Zitat

    @Bernd, Willky: Gracias.

    @Willky: Nun Popularität ist ja immer so ein weites Feld. Ich selbst halte mich mit dem Freuen noch ein bisschen zurück und kann Dir in vier Wochen sagen, wie sehr ich mich freue, sobald ich halbwegs abschätzen kann, ob sich meine durchschnittliche Besucherzahl ein wenig erhöht haben wird.

  42. Daniel
    6. Dezember 2007, 22:28 | #42
    Antwort | Zitat

    Gähn – wer schonmal in einem Konzern wie Axel Springer gearbeitet hat, der sollte wissen, dass die Leute von BILD sehr wahrscheinlich noch nichtmal WISSEN, das Zanox zur gleichem Konzern gehört…

    Es werden bei BILDblog und anderen Blogs immer diese Zusammenhänge hergeleitet, die in der Realität einfach keine Relevanz haben…

  43. Joachim
    7. Dezember 2007, 07:10 | #43
    Antwort | Zitat

    @Daniel: Danke für den kritischen Kommentar. In der Tat können hinter Geschichten, bei denen dann später von Lesern Absicht vermutet wird, oftmals auch simple Zufälle oder einfache Fehler von Einzelpersonen stehen. Ich habe soetwas auch schon mal selbst aus Sicht des Redakteurs miterlebt und hoffe, seitdem auch generell sensibler geworden zu sein, wenn ich die Arbeit von anderen analysiere. Sicherlich haben zudem – wie Du schreibst – viele Mitarbeiter der Bild bis heute nicht von Zanox gehört, weil es sie ganz einfach in ihrem direkten Arbeitsumfeld nicht betrifft.

    Im oberen Fall ist allerdings anzunehmen, dass der Redakteur für seinen Beitrag recherchiert hat und da Springer in allen Zanox-Unternehmensinformationen prominent genannt wird, halte ich es schon für unrealistisch zu vermuten, dass er dieses Detail übersehen haben könnte. Und selbst wenn: Wie erklärst Du Dir dann die oben in nüchternen Zahlen dargelegten ungleichen Verhältnisse bei der Erwähnung der Dienste?

  44. theObserver
    11. Dezember 2007, 23:22 | #44
    Antwort | Zitat

    Auch die Obermoralisten des Internets sind vor – sagen wir mal “unglücklichen Zufällen”- nicht gefeit: Als Gastblogger schreibt heute der Bildopferhelfer und Medienanwalt Christian Schertz (http://www.bildblog.de/2651/ein-misslungener-selbstversuch). So weit so gut. In seinem Text verweist er auch hier und da auch eigenen Publikationen. Scrollt man nun wieder nach oben sieht man rechts dafür den Werbebanner für sein gerade vorgestelltes Buches. Wäre man gemein (zu SPON, Bild etc) würde man crosspromotion unterstellen.

  45. Web 2.0 Blog
    21. Dezember 2007, 14:08 | #45
    Antwort | Zitat

    Sehr cooler Post! Die ganze Affiliategeschichte ist aber ein alter Hut. Mich wundert es dass Bild (grunsätzlich & dann) erst jetzt drüber schreibt…

    Neben Zanox gibts meines Erachtens prima Alternativen wie Tradedoubler, CJ oder Affilinet. Bild versucht hier einen Markt (bzw. Anbieter) hochzuloben, der für die meisten Bild-Leser absolut unzugänglich ist (ohne Homepage, kein Traffic – wenn Homepage dann wohl mittelmäßig konvertierenden Traffic).

  46. www.kde4.de
    13. März 2008, 19:27 | #46
    Antwort | Zitat

    Es lautet ja nicht umsonst
    BILD dir deine Meinung.

  47. online-insider.de
    1. Juni 2008, 01:04 | #47
    Antwort | Zitat

    Guter Beitrag, danke dafür. Ich kam ebenfalls über den Bildblog..

  48. Martin Helman
    9. Juni 2008, 14:46 | #48
    Antwort | Zitat

    Ohja….Zanox…

    6 Jahre Zanox mit aufgebaut und dann alle Folgeprovisionen von heute auf Morgen gestrichen…

    Besser sollte es heißen:
    “Wie man seine Freizeit mit Zanox verschwenden kann”

    Es gibt wesentlich bessere Netzwerke…

    Zanox ist meines Wissens nach das erste und einzige Werbenetzwerk, das Folgeprovisionen für Webmaster abgeschafft hat.

    Unfair – aber typisch für Axel-Springer

    Kann ich nur zu sagen: FINGER WEG VON ZANOX!

  49. geld-im-internet
    9. August 2008, 11:42 | #49
    Antwort | Zitat

    Habe bisher auch eher negative Erfahrungen mit Zanox gemacht und würde auch davon abraten. Das BILD auf diese Art und Weise wirbt ist ja nix neues ;)

  1. 3. Dezember 2007, 15:45 | #1
    Wie Springer mit dem Internet Geld verdient « BILDblog
  2. 3. Dezember 2007, 17:34 | #2
    Wie man im Internet Geld verdienen kann
  3. 3. Dezember 2007, 17:48 | #3
    Schleichwerbung in der Bild für Zanox -> Gut fürs Linkbuilding
  4. 3. Dezember 2007, 19:38 | #4
    Onlinemarketing konkret » Die Bild erklärt ihren Lesern Onlinemarketing
  5. 3. Dezember 2007, 21:40 | #5
    Basic Thinking Blog | Nicht nur mir aufgefallen
  6. 4. Dezember 2007, 08:55 | #6
    medienlese.com » Blog Archiv » 6 vor 9
  7. 4. Dezember 2007, 11:11 | #7
    onlinejournalismus.de – Das Magazin zum Thema » Blog Archive » Bild ohne T-Online – und ohne Sex?
  8. 4. Dezember 2007, 13:12 | #8
    Bildblogkommentare » Journalist und Optimist
  9. 4. Dezember 2007, 16:50 | #9
    Geld verdienen mit BILD | trice.de
  10. 29. Februar 2008, 00:56 | #10
    Warum Zanox geil ist?
  11. 28. Dezember 2008, 17:18 | #11
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