Pinguin
Es gibt Menschen, die klettern über Gleise und Stromschienen, um ein kleines, wehrloses Stofftier an einem Fahrplan auf dem S-Bahnhof Reeperbahn zu befestigen. Dann gibt es Menschen, die fotografieren das Ergebnis auf der Rückkehr von einem Reeperbahnbummel, stellen es auf ihr Blog und rätseln, um welche Tierart es sich wohl handeln möge. Tja, und dann gibt es Menschen, die den Blogeintrag lesen, etwas später sowieso an der betreffenden Stelle vorbeikommen, sich extra eine S-Bahn bestellen, um aus ihr einen besseren Blick auf das corpus delicti zu erhalten, und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststellen:

Es ist ein Pinguin.




Ein sehr verdienstvolles Unterfangen! Und von historischem Rang: Denn heute bereits ist das Corpus delicti spurlos verschwunden.
Nicht dass es weltbewegend wäre, aber auch heute befand sich unser plüschiger Freund (noch oder schon wieder) an seinem Platz.