Einladungen zu Joost zu vergeben
Weißt Du, wie es gewesen ist, als die Menschen noch keinen Fernseher hatten, als sich erst Haus für Haus die neue Technik ausbreitete und anfangs die ganze Nachbarschaft neugierig vor den ersten Geräten hockte? Nun, einen Fernseher ist ja weißgott nichts besonderes mehr, aber in diesen Tagen schickt sich ein neuer Dienst an, dieses Medium endlich mit den interaktiven Möglichkeiten des Internet zu verbinden: Joost.
Kurz zusammengefasst wollen die Gründer des Internettelefonie-Anbieters Skype ein durch Werbeeinblendungen finanziertes, digitales Fernsehen etablieren, dessen Grundprogramm auf dem Code des Mozilla-Browsers beruht und damit offen für allerlei zusätzliche Gimmicks und Plugins ist. Für mehr Hintergründe empfehle ich den passenden Wikipedia-Beitrag.
Da sich das Ganze momentan noch im Teststadium befindet haben sich die Verantwortlichen eine schlaue Methode ausgewählt, um die Nutzerzahl kontinuierlich aber nicht explosionsartig zu erhöhen. Eine eigene Anmeldung ist nicht möglich. Wer Joost ausprobieren möchte, muss in Blogs suchen, in denen bereits registrierte Mitglieder auf Wunsch Einladungen aussprechen. So hat mich dankenswerter Weise Lars von bloganbieter.de eingeladen. Wer nun ebenfalls eine Einladung mächte, um sich Joost mal persönlich anzuschauen, kann seinen Wunsch also entweder bei dem entsprechenden Beitrag von Lars oder unter diesem Beitrag hier bei mir posten und wird promt eine Einladung erhalten.
Soweit ersichtlich gibt es (außer einem Rap-Video) zurzeit keine deutschen Inhalte, dafür aber reichlich Material in englischer Sprache für jeden Geschmack. Von Autorennen, Musikvideos, Sience-Ficiton-Serien über Tierfilme, große Fußball-Momente zu Mode-Sendungen und vielem, vielem mehr. Die Beiträge lassen sich zu jeder beliebigen Zeit anschauen und dabei ist es möglich, zu jeder beliebigen Stelle zu springen. Zusätzlich gibt es Ansätze von Social Software wie Avatare, Chats und Bewertungsfunktionen. Sicherlich ist das schon ein kräftiger Vorgeschmack, wie das Fernsehen der Zukunft aussehen wird. Und ich bin überzeugt, dass in zehn Jahren die Jugendlichen ungläubig den Kopf schütteln werden, wenn wir erzählen, dass wir einst unsere Woche nach den Sendetermine der Lieblingsserien geplant haben und bei Filmen nur in der Werbepause auf die Toilette gegangen sind.



