Ein Konzept entwickeln – Tipp 1 von 10
Für jedes regelmäßig erscheinende Medienformat aber auch für jede einmalige Sonderausgabe haben die Verantwortlichen zu Beginn einen thematischen und handwerklichen Rahmen definiert. Dagegen braucht ein Blog natürlich kein ausgefeiltes schriftliches Konzept. Es geht mir bei diesem Tipp darum, sich grundlegend Gedanken zu machen. Was soll im eigenen Blog passieren? Wie soll es aussehen? Wer soll dort wie häufig was für eine Art von Inhalten veröffentlichen?

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-23138-1130 / CC-BY-SA 3.0
Leser sind Gewohnheitstiere. Sie bauen über einen längeren Zeitraum eine emotionale Verbindung zu ihren Lieblingsmedien auf. Das gilt gleichermaßen für Print, für TV und eben auch für Blogs. Gerade bei Lokalzeitungen ist es für die älteren Leser ein riesiges Drama, wenn das Stammblatt nach 20 Jahren plötzlich Struktur und Layout seiner Seiten ändert. Genauso kann es Blogleser entfremden, wenn das Lieblingsblog plötzlich komplett anders aussieht. Ähnlich problematisch kann es für die regelmäßigen Lesern und RSS-Abonennten sein, wenn ein Politikblog plötzlich Musikvideos von Youtube postet, oder wenn auf einem Modeblog auf einmal Kommentare zur bundesdeutschen Steuergesetzgebung erscheinen.
Ich denke, dass viele aktive Blogger mit ihren Inhalten auch ein möglichst großes treues Publikum aufbauen und erreichen wollen. Sonst würde es ja – außer als Kunstform – auch nicht viel Sinn machen, diese Inhalte im Netz weltweit zugänglich zu machen. Und um so ein Publikum zu erreichen, hilft es im gleichen Stil konstant die gleichen Themen abzudecken.
Das Konzept kann eine Textdatei sein, in der der Blogger ein paar Grundsätze für sich selbst niedergeschrieben hat. Es kann aber auch bloß eine Überlegung sein, welche Themen auf dem eigenen Blog Platz finden sollen und welche nicht.
Dies ist ein Teil der Serie “10 journalistische Tipps für Blogger”
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