Die Geschichte von Casey Knowles
Einer der jüngeren Wahl-Werbespots von Hillary Clinton heißt “3 A.M. call”, frei übersetzt “Der Anruf um drei Uhr morgens” (Hier ein Link zum Original-Spot auf Youtube). Darin werden schlafende Kinder gezeigt. Ein Sprecher erzählt uns im Hintergrund mit düsterer Stimme von Gefahren und Hillary Clinton nimmt am Ende “um drei Uhr morgens” souverän jenen Anruf entgegen, der mit einer fiktiven Krise in Verbindung stehen soll.
Doch es ist nicht nur schlechter Stil, unter Wählern Angst zu erzeugen um im gleichen Atemzug sich selbst als Kandidat zu empfehlen. Nun hat sich auch noch die Protagonistin zu Wort gemeldet und der Aussage des eigenen Werbespots widersprochen. Die Aufnahmen der schlafenden Casey Knowles sind vor mehr als acht Jahren für die Reklame einer Eisenbahnfirma entstanden. Das Clinton-Wahlkampf-Team hatte das Material legal von einer Agentur erworben, die heute die Rechte daran besitzt. Heute ist die 17-jährige Casey in der Tat politisch sehr interessiert, nur leider nicht für Hillary Clinton sondern ihren härtesten Konkurrenten Barack Obama. In mehreren Interviews mit US-Fernsehsendern hat sich die Oberschülerin offen für Obama ausgesprochen und sogar mit seinem Wahlkampfteam ein eigenes Video bei Youtube veröffentlicht. Die Geschichte von Casey Knowles zeigt uns nicht nur, wie manches Wahlkampfmanöver sich durch Zufälle gegen den Urheber richten kann, sondern auch wie weit Marketing von der Realität entfernt sein kann, egal ob es um Werbung für Konsumgüter oder politische Ideen geht.
Hier der Caseys Anti-Clinton-Spot:
Via Patrick




HaHa toll, tja hoffentlich verbreitet sich das Video auch so schnell, wie diese bescheuerte Kampagne von Clinton.
Was meint der journalistische Optimist, wer es wird?