Die Gegenwart und Zukunft unserer Welt auf 572 Seiten
Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (The World Commission on Environment and Development, WCED) hat nach eigener Aussage bereits vor 20 Jahren festgestellt, dass Umwelt, Wirtschaft und Soziale Themen verbunden sind. Als Folge empfahl sie, alle drei Faktoren in die Entscheidungsfindung zu Entwicklungsfragen einzubeziehen. Wer meint, diese Zeilen lesen sich etwas gestelzt, kann sehr wohl Recht haben. Es liegt aber weniger an meinen Übersetzungskünsten als der eben etwas formaleren Ausdrucksweise des englischen Originals, einem 572 Seiten starken Bericht des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP).
Die Datei gibt es kostenlos auf einem Server der BBC zum Download als PDF-Datei (23MB). Auf begleitenden Seiten können gleich ein paar der Grafiken begutachtet werden, die dem Leser helfen, wichtige Kernentwicklungen ohne längeres Textstudium nachvollziehen zu können. Wie war es nochmal mit der Bevölkerungsentwicklung? Wieviele Menschen leben in Städten? Und welche Auswirkungen hat dies auf die Natur? Nicht zuletzt wegen der englischen Sprache und der Fülle an Beiträgen und Informationen ist der Bericht alles andere als eine lockere Feierabendlektüre. Aber es lohnt sich wahrhaftig.
Ich möchte beispielhaft ein paar Punkte herausgreifen. Zum Beispiel wird in dieser Grafik deutlich, wie sich die Zahl der Autos auf unserem Planeten seit 1980 bis 2004 weltweit entwickelt halt und vor allem in welchen Gebieten:

In diesem Zusammenhang sehr lehrsam ist eine Aktion der Stadt Münster aus dem Jahre 2001. Auf den drei Bildern ist zu erkennen, wieviel Platz eine bestimmte Menge an Menschen einnimmt, wenn sie jeweils einzeln in Autos zur Arbeit fährt, einen Bus nutzt, oder auf das Fahrrad steigt. Gerade der Verkehrskollaps in vielen großen Metropolen ließe sich somit sehr wirksam bekämpfen, wenn das Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs besser und günstiger gestaltet werden würde:

Ein anderes Thema ist die Ausstattung mit Mobiltelefonen. In dieser Grafik ist die Anzahl der Handies auf Tausend Einwohner zwischen 1990 und 2003 zu erkennen. Welch ein Unterschiede von Nordamerika und Europa zu den restlichen Kontinenten offenbart sich dort:

Und noch ein interessantes Thema: Internetzugang weltweit. Wenn auch in den letzten vier Jahren die Zahlen vor allem in den Entwicklungsländern noch etwas angestiegen sein dürften, ist doch klar erkennbar, dass das weltweite Datennetz noch nicht so “weltweit” ist, wie es der Name vermuten lässt:

Doch all dies ist nicht mal ein Bruchteil der Inhalte, Grafiken und Statistiken. Wer mehr wissen möchte, kann sich die Datei hier als PDF-Datei (23MB) herunterladen.
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