Den Ausschnitt des Suchers abschätzen – Hipstamatic-Serie Teil 5
Die Halbzeit bei der Hipstamatic-Serie auf journalist-und-optimist.de ist erreicht. Nach Filmen, Linsen, Blitzen und den zur Auswahl stehenden Auflösungen beschäftigen wir uns heute mit dem Sucher. Der hat nämlich ein paar gar nicht so offensichtliche Funktionen, die ich hier erläutern und mit Bildern demonstrieren möchte.
Zuerst einmal hatten viele Freunde, die mit meinem iPhone und Hipstamatic mal ein schnelles Bild gemacht haben, das Problem, den Bildausschnitt richtig abzuschätzen. Wenn ihr Bild 1 und Bild 3 vergleicht (bzw. Bild 4 und 7), seht ihr, dass der Sucher in der Regel einen Ausschnitt aus der Mitte des späteren Bildes zeigt. Um die Motivauswahl etwas leichter zu machen, reicht ein Doppelklick mit dem Finger. Dann nimmt der Sucher die gesamte Höhe des iPhone-Bildschirms ein (siehe Bild 2) und entspricht auch viel mehr dem Ausschnitt des dabei entstehenden Fotos (vergleiche Bild 2 und Bild 3). Ausgelöst wird dann nicht mehr mit dem gelben Knopf sondern mit einem Doppel-Tipper in die Mitte der unteren Bildschirmhälfte. Das dunkle bedrohliche auf Bild 2. sind übrigens keine Wolken oder Gespenster sondern mein Finger.
1. Hipstamatic-Sucher – Beispiel kleiner Sucher

2. Hipstamatic-Sucher – Beispiel großer Sucher

3. Hipstamatic-Sucher – Beispiel des entstandenen Bildes

Achtung vor dem Schummel-Zoom
Oben schrieb ich, dass ihr zum Auslösen in die Mitte der unteren Bildschirmhälfte tippen müsst. Wenn ihr in die obere Hälfte tippt, offenbart sich euch ein weiteres Gimmick: eine Zoom-Funktion . Alle Kameraprofis wissen natürlich, dass es sich um keinen richtigen Zoom handelt, sondern einen digitalen. Zur Erklärung: Wenn ihr bei einer “richtigen” Kamera vorne mit dem optischen Zoom in der Linse näher an das Motiv herangeht, dann wird auch auf dem entstehenden Bild das Motiv größer zu sehen sein. Beim iPhone (und leider auch bei vielen Digitalkameras) handelt es sich um einen “Schummel-Zoom”, da die maximale Größe des Fotos unverändert bleibt und nur auf dem Bildschirm ein kleinerer Ausschnitt mit entsprechend niedriger Auflösung angezeigt wird. Genauso gut kann ich mit Picasa ein Bild öffnen und dann “hineinzoomen”. Das Bild wird aber davon keinen Deut größer und das fotografierte Objekt ist auch nicht deutlicher zu sehen.
Einen ähnlichen Schmu habe ich mal gesehen, als mir in China eine Amerikanerin stolz die “Panorama-Foto-Funktion” einer App auf ihrem iPhone4 zeigte. Sie war einigermaßen enttäuscht, als ich ihr zeigte, dass damit im Endeffekt nicht größere Bilder entstehen, sondern von einem normalen Foto der obere und untere Rand abgeschnitten wird. Fazit: Wer den digitalen Zoom verwendet, “verschenkt” Bildinformationen und sollte lieber darauf verzichten und dann bei Bedarf später am Computer einen anderen Bildausschnitt wählen.
4. Hipstamatic-Sucher – Zoom-Funktion kleiner Suche

5. Hipstamatic-Sucher – Zoom Funktion-großer Suche

6. Hipstamatic-Sucher – Zoom Funktion aktiviert

7. Hipstamatic-Sucher – Zoom Funktion entstandenes Bild
Es wäre schön, wenn die hier gezeigten Beispiele euch zukünftig dabei helfen, besser abschätzen zu können, wie sich die Auswahl im Hipstamatic-Sucher auf eure Fotoergebnisse auswirkt.
Der sechste Teil der Serie behandelt die Zeit, die die App zum Auslösen der Fotofunktion und zum Entwickeln der Bilder benötigt.




Hallo, schöne Serie über die genialste Foto-APP auf dem iPhone. Beim Sucher gibt es noch den Trick, in den Einstellungen – Hipstamatic – Viewfinder Mode – von Classi auf Precision Framing umzustellen. So zeigt der Sucher immer das Endbild an!