Was ihr euch da unter bigbuckbunny.org ansehen könnt, ist imho ein Hammer. Der Film “Big Buck Bunny” über die innere Wandlung eines etwas groß geratenen Püschelträgers zu einem wahren Rabbit-Rambo durch die von der (Tier-)Gesellschaft an ihn herangetragene Gewalt ist mit freier 3D-Software entstanden und setzt sowohl bei Grafik, Storyboad und Musik Maßstäbe. Mein Tipp: Schnell bei Vimeo oder Youtube angucken bzw. herunterladen und dann auf der Projektseite stöbern, die im Blogstil das Entstehen des Projektes begleitet hat.
Via Rob und designmadeingermany.de

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Was sich nicht über die eigene Referrer-Statistik alles entdecken lässt. Da hat doch tatsächlich ein gewisser Marzellus Boos (schöner Name übrigens) aus dem süddeutschen Raum auf dieses Blog verwiesen. Aber es handelt sich weniger um einen herkömmlichen Link. Die Seite von Boos scheint einen pädagogischen Hintergrund zu besitzen und empfiehlt meinen Text über den 100-Dollar-Laptop als Grundlage für die Analyse einer Erörterung.
Leider habe ich auf der HP so gut wie nichts über den Urheber selbst gefunden. Würde mich ja schon interessieren, was er zum Beispiel beruflich macht. Auf den ersten Blick macht das Ganze aber inhaltlich einen soliden Eindruck und es freut mich natürlich, wenn Beiträge von mir Gefallen finden.

Öfters werde ich gefragt, wozu man eigentlich Südslawisten braucht? Nun sind mir im Alltag gleich zwei Argumente aufgefallen. Hätte das weltweit operierende Auto-Unternehmen Ford zu Beispiel einen einzigen, kleinen Südslawisten gehabt …

… hätte der sicherlich gerne darauf hingewiesen, dass der neue “Ford Kuga” sich in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens wie Serbien, Kroatien und Bosnien sprachlich als “Ford Pest” oder “Ford Seuche” dem Spott der Bewohner ausgesetzt sehen könnte. Und angesichts der finanziellen Größenordnungen, die damit verbunden sind, wenn sich zehn Leute mehr oder weniger so ein Auto kaufen oder hundert oder tausend, hätte sich der Südslawist damit angesichts seines geringen Gehaltes wohl gleich auf 30 bis 40 Jahre refinanziert. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass in den Zeiten der Globalisierung sowieso jeder Produktname von speziellen Sprachagenturen überprüft wird. Vielleicht ist dies ist hier ja nicht geschehen. Vielleicht hatte der Südslawist der Agentur auch gerade Urlaub. Vielleicht hat man diese Doppeldeutigkeit auch einfach bewusst in Kauf genommen.

Ähnlich amüsant ist bei dem Thema der Name der Sandalenmarke “Dupe“. Die Firma stammt anscheinend aus dem südamerikanischen Sprachraum. Ich kann leider kein Spanisch und weiß nicht, inwiefern der Begriff dort frequent ist und was er bedeutet. Zudem mag der Name auch in grauen Vor-Globalisierungs-Zeiten gefunden worden sein. Auf jeden Fall kommt “dupe” in Belgrad und Zagreb schlicht für “Hintern, Popo” oder auch im Kontext von “Arsch” zur Verwendung.
In den Suchmaschinen findet sich unter “Ford Pest” übrigens bisher nur die Pressemitteilung einer sogenannten Naming-Agentur nambos.de, die eben genau solche Überprüfungen von Produktnamen anbietet. Dort sind weitere amüsante Beispiele enthalten:
“Mit diesem nunmehr vierten Treffer belegt Ford in der Rangliste der großen Missgeschicke bei der Namensgebung wahrscheinlich einen der Spitzenplätze: nach dem „Pinto“ (in Brasilien ein zu klein geratenes männliches Geschlechtsmerkmal), dem „Caliente“ (in Mexiko umgangssprachlicher Ausdruck für eine Hure) und dem „Fiera“, was auf Spanisch „scheußlich“ bedeutet, nun also die „Pest“.
… „Eigentlich sollten gerade die Autohersteller aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelernt haben“, wundert sich Markus Lindlar, Sprachwissenschaftler und Geschäftsführer der Kölner Naming-Agentur Nambos. Man denke nur an den allseits bekannten Fauxpas von Mitsubishi, deren „Pajero“ für den spanischsprachigen Markt aufwändig in „Montero“ umgetauft werden musste oder an den Toyota MR2, der französisch ausgesprochen „emmerdeux“ (wie „merdeux“, „beschissen“, „widerlich“) einen schweren Start hatte.”
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