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Archive for the ‘Optimistisches’ Category

Aufmunterndes Video der berühmtesten Misserfolge

June 17th, 2009 Joachim 1 comment

Dieses englischsprachige Video zeigt auf einfache aber wirkungsvolle Weise, dass das Leben den meisten von uns mehrere Chancen bietet und Rückschläge auch die Grundlage für zukünftige Siege bilden können.

Die Überschneidung von realem und digitalem Leben

February 21st, 2009 Joachim 1 comment

Ich bin krank. Keine Sorge, nichts schlimmes, nervt nur. Aber dies soll auch nicht die Hauptmessage dieses Beitrags sein, sondern nur der Anlass dazu. Ich glaube weder, dass es einen Großteil der Leser interessiert, noch dass ich mein Leben in solchen intimen Aspekten bis auf das kleinste Detail preisgeben möchte. So gibt es auch beim Bloggen/Twittern für mich ziemlich deutliche Grenzen, was für Fotos ich veröffentliche und was ich von mir und meinem Privatleben zeige.

Nun erzählte ich einem Freund – und fleißigen Mitleser – von meinem Gesundheitszustand und bekam eine fast ungläubige Reaktion – “Krank, echt? Das merkt man Deinem Blog aber nicht an.” Damit meinte er wohlgemerkt nicht direkt, dass ich nichts zu dem Thema geschrieben hatte, sondern dass in den letzten Tagen eine gleiche und regelmäßige Zahl von Beiträgen erschienen ist, wie auch in einer “gesunden Woche”. So werde ich mir langsam den Auswirkungen bewusst, wenn man Informationen im Netz veröffentlicht. Es entsteht sozusagen neben der realen eine zweite Identität, eine digitale. Und wenn Leser sich über die Funktionsweisen nicht im Klaren sind (vielleicht weil sie auch gar nicht über das blogrelevante technische und strukturelle Hintergrundwissen verfügen), kann es vorkommen, dass sie ohne Vorbehalt vom digitalen auf das reale Leben des Bloggers schließen

Wer sich das nicht vor Augen führt, mag vor allem bei sehr aktiven Bloggern denken, sie würden nur dass erleben, was sie auch bloggen, oder im Umkehrschluß etwas nicht erlebt haben, wenn davon nichts im Blog zu lesen ist. Dabei können neben Zeitmangel, rechtlicher Vorbehalte, technischer Probleme oder schlichter Unlust eine Vielzahl von Aspekten dafür sorgen, dass etwas nicht als Beitrag erscheint, obwohl es dem Blogger tatsächlich passiert ist. Andersherum gibt es ja ähnlich wie im literarischen Bereich – außer bei journalistischen Angeboten – beim Medium Blog keinerlei Verpflichtung zur Wahrheitstreue. Warum sollte jemand nicht schlicht und einfach Geschichten erfinden, Aspekte betonen, weglassen, Überschriften aufgeilen? Lässt sich also vom Geschehen auf dem Blog auf das tatsächliche reale Leben des Bloggers schließen? Nein.

Die von mir verwendete Software Wordpress bietet eine automatische Veröffentlichungsfunktion an. Theoretisch kann ich also tot sein, aber noch Wochen oder Monate täglich Beiträge auf meinem Blog erscheinen lassen, die ich vorbereitet habe. Lässt sich also vom Geschehen auf dem Blog auf mein tatsächliches Befinden schließen? Nein. Öfter schreibe ich Beiträge abends und stelle den Timer auf den nächsten Morgen um 7 Uhr. Denken manche jetzt, dass ich um 5 oder 6 Uhr aufstehe, um rechtzeitig den Text fertiggestellt zu haben?

Die oben angesprochene Überschneidung von realem und digitalem Leben sowie realier und digitaler Identität wird mich sicherlich nicht zum letzten Mal beschäftigt haben. Spätestens wenn irgendwann Freunde, Bekannte, Chefs und Kollegen regelmäßig das eigene Blog mitlesen muss man mit Missverständnissen oder falschen Vorstellungen rechnen. Letztendlich sehe ich da auch keinen Ausweg.

Die zehn in den Medien am meisten vernachlässigten Themen – Eine Chance für ambitionierte Blogger

February 18th, 2009 Joachim No comments

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (HP/Wikipedia-Eintrag) hat bereits zum zwölften Mal die Liste der zehn in den Medien am meisten vernachlässigten Themen veröffentlicht.

  1. Zu viele Straftäter in der Psychiatrie
  2. Pharmaindustrie unterwandert Patienten-Blogs
  3. Kupferbelastung der Umwelt durch ersetzbare Bremsbeläge
  4. Gefährlichkeit starker Psychopharmaka
  5. SED-Vermögen: Immer noch in Liechtenstein und anderswo versteckt?
  6. Gefahren durch Uran-Munition in Kriegsgebieten
  7. Pauschale Berichterstattung über Entwicklungsländer
  8. Idealisiertes Mutterbild statt Berichterstattung über postnatale Depression
  9. Undifferenzierte Berichterstattung über Migranten
  10. Menschenunwürdiger Umgang mit Totalverweigerern in der Bundeswehr

Gerade jene ambitionierte Blogger, die nicht lange zögern, um den klassischen Journalismus zu kritisieren, sollten sich überlegen, zu den genannten Themen zu veröffentlichen. Es ist immer leichter, die Produkte von anderen zu kritisieren, als selbst etwas zu schaffen. Ein paar Scoops in diesem Jahr könnten dem Medium Blog sicherlich weiteren Auftrieb geben.

Ich frage mich zum Beispiel seit längerem, warum gerade größere Medien nicht das Thema 6. aufgreifen. Denn der vor allem in den Anfangsjahren sehr sorglose Umgang mit sogenannter DU-Munition sowie die Folgen für die Bevölkerung des jeweiligen Einsatzlandes bergen eine Menge politischen Sprengstoff. Nicht zuletzt könnte es lohnenswert sein, zu hinterfragen, welche Rolle die Bundeswehr dabei gespielt hat und ob und wenn ja in welchem Maße den beteiligten Soldaten gesundheitliche Beeinträchtigungen daraus entstanden sind.

Aber auch das zweite Thema müsste eigentlich ein gefundenes Fressen für investigative Blogger sein – nicht zuletzt weil der durchschnittliche Journalist vielleicht gar nicht über die technischen Hintergrundkenntnisse verfügt, um so eine Geschichte derart zu recherchieren, wie Personen, die sich täglich dort bewegen.

Hier geht es zur betreffenden Seite und hier zur Pressemitteilung. Abschließen möchte ich mit einem Hinweis auf das Blog “Der blinde Fleck” der Initiative Nachrichtenaufklärung, auf dem immer mal wieder interessantes zu lesen ist.

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