Bildernachklapp der Frankfurter Buchmesse 2008
Jetzt hat der Jo sich aber einen Fehler in der Überschrift erlaubt, wird mancher denken. Denn die demnächst vom 14. bis 18. Oktober in Frankfurt abgehaltene Buchmesse ist doch die Auflage des Jahres 2009 und nicht 2008. Aber tatsächlich handelt es sich bei diesem Beitrag um eine bildliche Nachbetrachtung meines leider viel zu kurzen Messebesuchs im vergangenen Jahr.
Bei diesem Anzug handelt es sich um einen “Senioren-Simulator”. Da stecken mehrere Kilo zusätzliche Gewichte drin. Außerdem werden die Bewegungsfreiheit am Nacken eingeschränkt, die Hörfähigkeit durch die Ohrenschützer gemindert die Sehkraft des Probanden mit einer preparierten Brille künstlich verringert. Dazu kommen Spezialhandschuhe, mit denen sich nicht so gut greifen oder arbeiten lässt, wie mit den normalen Händen. Sinn und Zweck? Ein junger Mensch soll mit diesen Einschränkungen genauso agieren können, wie ein 80-jähriger und sich so besser in dessen Situation hineinversetzen können. Die deutsche Gesellschaft wird immer älter. Die Muskeln werden schwächer, Augen und Ohren lassen nach, die Finger wollen auch nicht mehr so wie früher. Mit solchen Senioren-Simulatoren können auch junge Produktentwickler ihre Ideen auf Alterstauglichkeit testen. Lassen sich die Tasten noch gut bedienen? Ist das Display eventuell zu klein? Eine spannende Erfindung, die ich zum ersten Mal an diesem Tag auf der Buchmesse gesehen habe.
Inhalte der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia sind 2008 erstmals in großem Maßstab als gedrucktes redigiertes Lexikon erschienen.
Der Bundesverband Alphabetisierung zeigte Humor bei der Auswahl der an seinem Stand verteilten Süßigkeiten. Es handelte sich um die berühmt-berüchtigten Russisch-Brot-Buchstaben.
Den Preis für den deutlichsten Titel erhält dieses Buch über Bulimie.
Ich erinnere mich gerade nicht, welcher Stand diese Schulbänke in seiner Dekoration hatte. Es handelt sich aber in meinen Augen um ein schönes Bild, um die Einflüsse der technischen Weiterentwicklung auf das Bildungssystem zu symbolisieren.
Matrazenhersteller auf der Buchmesse? Aber klar. Die Firma bot zum Preis von etwas bei 2000 bis 3000 Euro vollautomatische Massage-Matrazen an, die auch Infrarot- und Wärmefunktionen besitzen. An einem Stand mit etwa zehn Matrazen konnten so gestresste Messebesucher beim Ausruhen die Produkte testen.
Ich bin bis heute nicht darüber hinweg gekommen, dass es ein populäres Kinderbuch mit dem Titel “Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat” gibt. Hier eine Stofftier-Realisierung des Protagonisten inklusive wichtigstem Requisit.
Monitorkonstruktion am Stand einer Softwarefirma. Es handelt sich um kleine, an einer weißen Wand befestigte 15-Zoll-TFTs, die mittels einer Software als ein großes Display funktionierten.
Nachdem der Kalte Krieg vorbei ist, haben Obama und Putin ihre Roten Telefone einem deutschen Verlag für MP3-Hörbücher vermacht, die sie nun zum Probehören auf Messeständen verwendet.
