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Archiv für Oktober, 2008

Presse in Deutschland von Heinz Pürer – Buchrezension

14. Oktober 2008 Keine Kommentare

Homepage Pürer

Leicht geschrieben.
In der heutigen Zeit ist zumindest im Journalismus kein größeres Traditionsbewusstsein erkennbar. Dabei ist es sehr inspirierend, welche technischen und politischen Hürden die Freie Presse in ihrer Geschichte zu überwinden hatte.
Ein interessanter Einblick in die Presse der DDR
Eigenes Kapitel für Webblogs: Sehr neutral, sehr eingehend, auf den Punkt
Und vor allem differenzierend, journalistisch im besten Sinne.

Fazit: Ausgezeichnetes Werk: Wissenschaftlich fundiert, aber trotzdem leicht geschrieben, klar strukturiert. Es eignet sich zum Schmöckern wie auch zum gezielten Nachschlagen
Schönes Ende (S. 472)
Und dies wird durch die chronologische wie auch logische Struktur wie einen vorhandenen Begriffsindex erleichtert.
Ein Tipp für jeden, der ein sachliches Sachbuch lesen möchte.

> Link zu einer 27-seitigen Leseprobe (PDF).
> Link zum Inhaltsverzeichnis (PDF)
> Link zum Buch auf der Verlagsseite
Presse in Deutschland
Heinz Pürer
Johannes Raabe
3. erweiterte Auflage 2007, 656 Seiten
ISBN 978-3-8252-8334-6
EUR 34,90


Das Buch ist erhältlich direkt beim UVK-Verlag, bei Amazon sowie in sämtlichen Buchhandlungen.

Tolle Titel für Medienprodukte – Das Magazin der BKK

13. Oktober 2008 3 Kommentare

In der satirisch zu verstehenden neuen Reihe “Tolle Titel für Medienprodukte” präsentiere ich heute eine besonders motivierte Namensgebung des Kundenmagazins für Versicherte der Deutschen BKK: “Das Magazin”. Inhaltlich ist das ganze übrigens gar nicht schlecht. Die letzten fünf Ausgaben stehen hier als PDF-Datei zum Download. Die zwei jüngsten Hefte lassen sich sogar online in einem schnicken Flashplayer betrachten. Doch lassen wir uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass die sich bei der BKK selbst oder bei der zuständigen Agentur wohl überhaupt keine Gedanken darüber gemacht haben, wie viel eigener Charakter sich einer Publikation verleihen lässt, die “Das Magazin” heißt. Das ist ja sogar schon als Arbeitstitel zu wenig. Ich vermute aber, dass sich diesen Titel eher jemand aus dem Versicherungsbereich ausgedacht hat, als jemand mit Medienerfahrung. Vielleicht ist die Deutsche BKK ja auch bald im Fernsehen und zwar mit “Die Fernsehsendung” oder sogar in der Blogszene mit “Das Blog”.

Schwarzbuch der Steuersünden zum Download

12. Oktober 2008 2 Kommentare

Jährlich zeigt der Bund der Steuerzahler in seinem Schwarzbuch, was für finanzielle Exzesse stattfinden können, wenn der deutsche Amtsschimmel mal durchgeht. Wirklich ungerecht ist hierbei wohl, dass der mutmaßlich größte Teil der hiesigen Beamtenschaft sorgsam überlegt und sparsam mit den Staatsgeldern umgeht. Es reichen dann aber ein paar wenige schwarze Schafe, um immense Summen zu verschleudern und dies wird in der frisch erschienenen Auflage 2008 detailliert dokumentiert.

Hamburg verfügt gleich über mehrere Beispiele, so auch der Infostand für die U4 in bester Lage am Jungfernstieg. Ich dachte zuerst, dass das Gebäude später als Zugang zur U4 gedacht ist und solange ein paar Plakatwände beherbergt. Aber wie in dem Schwarzbuch zu lesen ist, ist der Pavillon einzig und allein für Promotionszwecke gebaut worden und wird 2011 abgerissen. Kostenpunkt: 500.000 Euro zur Errichtung sowie laufende Kosten von bis zu 170.000 Euro im Jahr. Angesichts eines Hochbahn-Defizits von 60 Millionen Euro im Jahr 2007 schließe ich mich den Autoren des Schwarzbuches an, dass hier die beste Imagepflege gewesen wäre, die Gesamtinvestition von über einer Million Euro lieber zum Schuldenabbau zu verwenden. Eine Fahrpreissenkung wäre ebenso nett gewesen und hätte sich als netter Nebeneffekt z.B. bei Dauerkarten vielleicht sogar zum Teil refinanziert, weil dann mehr Kunden eine der Karten gekauft hätten.


Bildquelle: Pressestelle Hamburger Hochbahn

Dabei handelt es sich bei der oben erwähnten Summe nur um Peanuts Angesichts der Gesamtinvestitionssumme für die neue U-Bahn-Linie U4 in Höhe von ca. 300 Millionen Euro (Stand: Oktober 2008) oder den anfangs 250 und nun bis zu 500 Millionen Euro für eine Elbphilharmonie, deren Entwürfe zweifellos gut aussehen, deren Nutzen und Preis-Leistungs-Verhältnis aber kritisch zu hinterfragen ist. Für die Elbphilharmonie werden dabei sogar noch Spenden von der Bevölkerung gesammelt. In einer der reichsten Städte Europas – um nicht zu sagen, der Welt – gibt es gleichzeitig aber nicht genügend Kindergartenplätze – eine absurde Situation.

Hier also ein Link zum frisch erschienenen Schwarzbuch, das allen Steuerzahlern und Wählern zur Lektüre wärmstens empfohlen sei.

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