Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) bietet in der aktuellen Ausgabe ihres Magazins “tendenz” Einblicke in die gesellschaftlichen Auswirkungen des Web 2.0. Wer möchte, kann das Heft auf der BLM-Seite online lesen, als PDF-Datei herunterladen oder kostenlos gedruckt nach Hause bestellen.
Via Netzjournalist
Es gibt natürliche Entwicklungsschritte im Leben eines Blogs, wie die erste Einrichtung, den ersten Beitrag, den ersten Kommentar, den ersten abgeschlossenen Monat, die erste E-Mail eines Lesers und viele weitere.
Ich habe eben fast zum ersten Mal doppelten Inhalt geposted. Auf Netzjournalist wurde eine interessante Publikation der Friedrich-Ebert-Stiftung vorgestellt. Doch irgendwie kam sie mir bekannt vor. Und siehe da, am 13. Juni also vor mehr als vier Monaten erschien bei mir “FES-Studie zur Boulevarisierung der Onlinemedien“.
Abgesehen davon, dass mein Erinnerungsvermögen erfreulicherweise noch zu funktionieren scheint, wurde mir dadurch mal wieder bewusst, dass viele vermeintlich wertvolle und interessante ältere Inhalte in Blogs sozusagen verschüttet sind. Mit diesem Medium lässt sich zwar innerhalb kürzester Zeit bei entsprechenden Verlinkungen eine enorme Öffentlichkeit erreichen, doch werden die Inhalte dann in ebenso kürzester Zeit wieder von anderen Themen verdrängt. Vier Monate sind bei Blogs ganze Welten. Ich werde nun demnächst mal ein paar Best-Of-Einträge machen, in denen ich eine Auswahl älterer aber weiterhin nützlicher Dinge wieder ans Licht hole.
Jürg Vollmer vom Russland-Blog Krusenstern hat beim 2. BlogCamp Switzerland in Zürich vor rund 150 Bloggern einen Vortrag zu dem Titel “10 Tipps für bessere Weblog-Texte” gehalten. Letztendlich ist seine Grundthese, dass sich unter Beachtung gewisser journalistischer Regeln die Lesbarkeit von Webblog-Texten und damit einhergehend die Besucherzahl der jeweiligen Blogs erhöhen lässt.
Unter “10 Tipps für bessere Weblog-Texte” hat er nun seinen Vortrag ausführlich formuliert online gestellt. Interessanterweise hat sich um diesen Ansatz in den Kommentaren eine kleine Kontroverse entwickelt, weil einige Blogger denken, dass es wesentliches Merkmal ihres Mediums sein muss, sich ohne Regeln und vor allem ohne verpflichtenden journalistischen Hintergrund auszudrücken.
Meine Meinung: Möge jeder es so machen, wie er es für richtig hält. Jürg hat in einer beeindruckenden Fleißarbeit einige gute Ansätze zusammengestellt, die ich jedem Anfänger zur natürlich freiwilligen Lektüre empfehlen möchte, damit er sich anschließend ebenso freien Willens dafür entscheiden kann, diese Prinzipien zu befolgen oder eben nicht.
Ebenso lesenswert ist übrigens Jürgs “Kleines Webblog-Handbuch“, dass einen übersichtlichen Einblick in die Blog-Welt gibt